Für den Massenmarkt: Huawei plant angeblich Bau von Elektroautos
Wegen der anhaltenden Probleme durch US-Sanktionen will der chinesische Telekommunikationsausrüster Huawei angeblich seine Produktpalette erweitern. Einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters(öffnet im neuen Fenster) zufolge befindet sich der Konzern in Gesprächen mit chinesischen Autoherstellern, um in deren Fabriken ein eigenes Elektroautos zu produzieren. Zu den Firmen zählten der staatliche Hersteller Changan und das Unternehmen Bluepark New Energy, eine Tochterfirma des Staatskonzerns BAIC.
Reuters beruft sich in dem Bericht auf mehrere Personen, die mit dem Thema vertraut sein sollen. Ein Huawei-Sprecher dementierte hingegen die angeblichen Pläne, Elektroautos zu entwickeln oder Fahrzeuge der Marke Huawei zu produzieren. "Huawei ist kein Autohersteller. Durch Informations- und Kommunikationstechnologie wollen wir jedoch ein Anbieter für digitale Komponenten mit Autobezug sein, der es Autoherstellern ermöglicht, bessere Fahrzeuge zu bauen."
Laut Reuters hat Huawei jedoch schon intern mit der Entwicklung begonnen und chinesische Zulieferer kontaktiert. Das Projekt könnte schon im Laufe dieses Jahres starten. Unter Berufung auf eine der Quellen hieß es weiter, dass der Chef von Huaweis Verbrauchersparte, Richard Yu, den Fokus von Smartphones auf Elektroautos verschieben wolle. Einer anderen Quelle zufolge ziele Huawei dabei auf den Massenmarkt.
Wegen des anhaltenden US-Embargos hat Huawei bereits seine Smartphone-Tochterfirma Honor verkauft . Auch die Oberklasse-Smartphone-Serien Mate und P sollen zum Verkauf stehen . Huawei-Chef Ren Zhengfei räumte bereits ein, dass das Unternehmen mit "drittklassigen Komponenten" arbeiten müsse.
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