Für Client und Cloud: Intel unterstützt HTML5 für schnellere Entwicklung
"Es gilt nicht mehr: Wenn du es baust, kommen sie schon" , sagte ein Entwickler in einer Videoeinspielung auf dem IDF, sondern: "Wenn du es baust, schert sich niemand einen Dreck darum." Nur eine gute Idee und ein gutes Programm zu haben, reiche nicht mehr, um davon leben zu können.
Laut von Intel vorgelegten Zahlen, die von den Marktforschern bei Visionmobile(öffnet im neuen Fenster) stammen, wird mit einem Drittel aller Apps pro Monat nicht mehr als 500 US-Dollar verdient, und 63 Prozent aller Apps erwirtschaften weniger als 5000 US-Dollar. Das mag für Teams von ein bis zwei Personen reichen, aber nicht für größere Unternehmen und Wachstumspläne.
Weiterhin haben aber die Analysen auch ergeben, dass für ein Softwareunternehmen heute die Ausgaben schon zur Hälfte für Marketing gemacht werden – weil, so Intels Softwarechefin Renée James, "das Grundrauschen" so hoch ist. Auch potenziell gute Apps gehen darin unter, weil sie niemand findet. Dazu passt, was Apple eine Stunde nach James' Vortrag sagte: Über 700.000 Apps für iOS gibt es inzwischen.
Schnelleres Javascript per Plugin
Ein Ausweg ist Intels Plänen zufolge, den Entwicklern Zugang zu mehreren Plattformen zu geben, was ja auch eines der Ziele von Java ist: "Write once, run anywhere" . Das soll nun auch mit HTML5 passieren, vor allem bei mobilen Geräten. Dazu gibt es auf Intel-Chips optimierte Javascript-Plugins, bisher aber nur für Firefox, womit Mozilla Intels Projekt River Trail(öffnet im neuen Fenster) unterstützen will. James stellte aber klar: HTML5 soll "offen bleiben, auf vielen Plattformen laufen und nicht den Weg anderer Sprachen gehen."
Nur die Software für Clients zu stellen, reicht aber nicht, um Entwicklern das Leben leichter zu machen. Intel will daher auch Cloud-basierte Angebote wie Geolokalisierung und Point-of-Interest-Daten anbieten. Das sind Daten, die aufgrund der Lizenzkosten für den Zugriff darauf oft von kleinen Softwareschmieden nicht genutzt werden können.
All diese Dienste verarbeiten persönliche Daten der Anwender. Daher ist Sicherheit eine der wichtigsten Anforderungen. Dafür bietet Intel schon länger die Trusted Execution Technology an (TXT), die dafür sorgt, dass Befehle nur auf den Systemen ausgeführt werden, die das auch dürfen. Zudem können Daten vom Server bis zum Client – und auch zwischen Servern – verschlüsselt übertragen werden. All das basiert auf Ebene der Hardware. Das wird bei mehr Virtualisierung in der Cloud immer wichtiger, ein Abfangen von Daten ist dabei nicht mehr so schlimm, weil sich damit auf fremden Rechnern nichts anfangen lässt.
Die Entwicklungswerkzeuge und auch die Dienste wird Intel künftig über das neue Onlinesystem Intel Developer Zone(öffnet im neuen Fenster) anbieten. Unterstützt werden dabei im Fall von HTML5 die Systeme iOS, Android, Windows und Tizen.
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