Für Chrome und Firefox: Browsererweiterung ermöglicht kostenloses Tweetdeck

Wenige Tage nach der Abschaltung des bislang kostenlosen Dienstes Tweetdeck gibt es bereits eine Alternative für Nutzer. So lässt sich der Dienst mit der Browsererweiterung Oldtweetdeck(öffnet im neuen Fenster) weiterhin kostenlos verwenden. Dem Entwickler zufolge funktioniert das Add-on für X (früher Twitter) sowohl auf Chrome als auch auf Firefox. Caschys Blog (öffnet im neuen Fenster) berichtete zuerst über das neue Add-on.
X hatte das Ende des kostenlosen Tools im Juli 2023 angekündigt . Seit gut einer Woche heißt Tweetdeck X-Pro und steht nur noch X-Abonnenten zur Verfügung.
Die Browsererweiterung Oldtweetdeck muss derzeit noch manuell installiert werden. Dazu müssen Nutzer sich eine Zip-Datei herunterladen und extrahieren. In Chrome muss für die Installation in der Ansicht Erweiterungen der Entwicklermodus aktiviert sein. Dann lässt sich das Add-on als "entpackte Erweiterung" laden. Nach der Installation lässt sich wie gewohnt die Seite tweetdeck.twitter.com aufrufen. Zwar gibt es noch einige Bugs(öffnet im neuen Fenster) , etwa bei der Darstellung von Fotos, doch generell werden die bisherigen Listen wie gewohnt angezeigt.
Musk will Anzeige von Medieninhalten einschränken
X-Eigentümer Elon Musk will den Kurznachrichtendienst künftig noch weiter umbauen. Das soll unter anderem die Darstellung von Medien betreffen. Demnach sollen in Beiträgen keine Überschrift oder andere Texte mehr angezeigt werden. Stattdessen solle nur noch das Bild zu sehen sein, berichtete Fortune(öffnet im neuen Fenster) . Musk bestätigte später den Bericht und schrieb(öffnet im neuen Fenster) : "Das kommt direkt von mir. Wird die Ästhetik erheblich verbessern."
Laut Fortune will X damit erreichen, dass sich die Höhe der Beiträge reduziert und damit mehr Beiträge in die Timeline der Nutzer passen. Ebenfalls soll auf diese Weise Clickbaiting durch reißerische Überschriften eingedämmt werden. In der Praxis würde die Änderung bedeuten, dass ohne einen Kommentar eines Nutzers nicht direkt ersichtlich ist, worum es in dem verlinkten Artikel geht. Allerdings soll die Verlinkung wie gehabt funktionieren.
Musk hat seit der Übernahme widersprüchliche Signale an die Medien gesendet. So schlug er im April 2023 noch vor , mit Verlagen beim Verkauf von Online-Artikeln kooperieren zu wollen. Der Kurznachrichtendienst wolle es umgehend ermöglichen, den Nutzern mit einem Klick den Zugang zu Bezahlartikeln zu bieten. Bislang wurde dies aber nicht umgesetzt. Stattdessen forderte Musk nun Journalisten dazu auf(öffnet im neuen Fenster) , direkt auf der Plattform zu veröffentlichen, um "mehr Freiheit beim Schreiben und ein höheres Einkommen" zu haben.



