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Für China: Nvidias B30A soll schneller als verbotene H100 rechnen

Eine neue Nvidia-GPU für China soll leistungsfähiger sein als die US-Regierung erlaubt. US-Präsident Trump hat bereits Redebereitschaft angedeutet.
/ Johannes Hiltscher
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Eigentlich besteht die Blackwell-GPU aus zwei Chiplets - für den Export nach China entwickelt Nvidia eine halbierte Version. (Bild: Nvidia)
Eigentlich besteht die Blackwell-GPU aus zwei Chiplets - für den Export nach China entwickelt Nvidia eine halbierte Version. Bild: Nvidia

Nvidia arbeitet an einer Blackwell-GPU für den chinesischen Markt – das ist so weit nichts Neues. Bereits im Mai gab es Berichte hierzu, damals war allerdings von einem Modell auf Basis der Workstation-GPUs die Rede. Nun berichtet die Nachrichtenagentur Reuters(öffnet im neuen Fenster), Nvidia arbeite an einem Modell, das die Rechenleistung des Vorgängers, Hopper, übertreffen soll.

Laut Reuters soll es sich bei des B30A um eine Variante der B300 (Blackwell Ultra) handeln. Allerdings soll lediglich ein Compute-Die verbaut sein. Das halbiert nicht nur die Rechenleistung, sondern auch die Kapazität und Bandbreite des Speichers. Weitere Beschränkungen werden nicht genannt, der Chip käme somit auf 2,5 PFlops FP8-Rechenleistung – 25 Prozent mehr als der H100.

Eigentlich dürfte das Unternehmen eine solche GPU überhaupt nicht in die Volksrepublik exportieren. Die Vorgaben der US-Regierung schreiben eine maximale Rechenleistung von 600 TFlops bei 8-Bit-Datentypen (Int8/FP8) vor. Auf diese Leistung ist auch die H20 beschränkt, die Nvidia seit kurzem wieder in die Volksrepublik verkaufen darf.

Sondergenehmigung für Nvidia

Doch es gibt eine Hintertür: Unternehmen können Ausnahmegenehmigungen beantragen, auch wenn die standardmäßig abgelehnt werden. Nvidia hat aber bereits für die H20-GPUs eine solche erhalten, auch für einen Blackwell-Nachfolger scheint das Unternehmen nun auf einen Deal mit US-Präsident Donald Trump zu setzen.

Trump hatte in einer Pressekonferenz am 11. August 2025 bereits angedeutet, dass Nvidia auch für Blackwell-GPUs Lizenzen erhalten könne. Angesprochen auf die für Nvidias H20 zugesagten Exportlizenzen ging Trump auch auf den Nachfolger ein und sagte wörtlich: "Der Blackwell ist superduper fortschrittlich. Ich würde keinen Deal damit machen, obwohl es möglich ist, dass ich einen Deal mit einem in negativer Weise verbesserten Blackwell mache. In anderen Worten: Nehmt 30 bis 50 Prozent davon weg."

Genau das scheint Nvidia jetzt zu tun. Der US-Präsident sagte bereits, er rechne damit, dass Nvidia-CEO Jensen Huang wegen Exportlizenzen für Blackwell-GPUs auf ihn zukommen werde. Das Verhältnis zwischen Trump und Huang scheint gut zu sein – der US-Präsident nannte den CEO "einen großartigen Kerl" – die Chancen dürften also gut stehen.

Wie für die H20 wird Nvidia wieder einen Teil der Einnahmen aus dem Chinageschäft an die US-Regierung abführen müssen – ob es weiterhin 15 Prozent sein werden, bleibt abzuwarten. Der US-Präsident könnte hier allerdings auch Gegenwind aus der eigenen Partei bekommen – auch viele Republikaner unterstützen einen restriktiven Kurs gegenüber der Volksrepublik.


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