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Für bessere Ausbeute: Nvidias Rubin Ultra soll weniger Speicher bekommen

Statt regulärem HBM4e will Nvidia auf eigenen NVHBM setzen. Der soll schneller werden, aber eine geringere Kapazität bieten.
/ Johannes Hiltscher
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Ist das das neue Rubin-Ultra-Layout? (Bild: Nvidia)
Ist das das neue Rubin-Ultra-Layout? Bild: Nvidia

Nvidia plant bei seiner nächsten Generation von KI-GPUs für Rechenzentren wohl um. Rubin Ultra (g+) soll der Wirtschaftszeitung Seoul Economic Daily zufolge(öffnet im neuen Fenster) weniger hoch gestapelten HBM bekommen. Anstatt 12 bis 16 gestapelten Speicher-Dies (12Hi und 16Hi), wie ursprünglich geplant und bei Rubin genutzt, soll nur 8Hi verbaut werden.

Der soll allerdings ein eigenes Base-Die bekommen, das den Speicher stattdessen mit höherer Bandbreite über Nvlink Fusion anbindet(öffnet im neuen Fenster). Der Speicher, den Nvidia als NVHBM bezeichnet, soll eine Bandbreite von 17 bis 18 GBit/s/Pin erreichen, womit jeder Stapel auf bis zu 4,5 TByte/s käme.

Im Vergleich zu HBM4 ist das mehr als eine Verdoppelung, für regulären HBM4e stellte Samsung bereits bis zu 16 GBit/s/Pin in Aussicht.

Lieber schneller statt größer

Die Vorstellung von NVBHM bebilderte Nvidia mit dem oben gezeigten, gerenderten Bild eines GPU-Package. Unklar ist, ob es ein neues Layout für Rubin Ultra zeigt, der ursprünglich praktisch zwei Rubin-GPUs auf einem Package vereinen sollte.

Hier gab es allerdings immer wieder Berichte, dass TSMC beim Packaging Probleme gehabt habe. In der neuen Darstellung scheinen drei HBM-Stacks pro GPU-Die verbaut zu sein, ursprünglich plante Nvidia mit vier.

Samsungs Bedeutung wächst

Samsung gewinnt damit als Zulieferer an Bedeutung. Der Konzern hat gegenüber Micron und SK Hynix den Vorteil, dass er sowohl Speicher- als auch Logikprozesse fertigt.

Letztere werden seit HBM4 zur Fertigung des Base Die genutzt. Samsung setzt hier auf den eigenen 4-nm-Prozess, Micron und SK Hynix lassen bei TSMC fertigen.

Von der Reduzierung der Stack-Höhe erhofft sich Nvidia dem Bericht zufolge eine höhere Ausbeute (Yield) und damit niedrigere Kosten. Je mehr Lagen, desto stärker müssen die Speicher-Dies ausgedünnt werden, um die vorgegebene Höhe einzuhalten. Dünnere Dies und höhere Stapel steigern die Defektwahrscheinlichkeit. Die Kapazitätsreduktion kompensiert die geplante größere Scale-up-Dimension von 576 GPUs im neuen Kyber-Rack (g+) alias NVL576.

Weniger Speicher liegt derzeit bei Nvidia im Trend: Auch bei den Vera-Rubin-Systemen reduzierte der Konzern zuletzt die Speicherbestückung.


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