Für alle Mitgliedsstaaten gültig: EU will Unternehmensgründungen vereinfachen
Die EU-Kommission hat einen Plan zur Bürokratiereduzierung bei der Gründung von Unternehmen in Europa vorgestellt. Wie es in der zugehörigen Mitteilung(öffnet im neuen Fenster) heißt, soll das EU Inc. genannte Vorhaben die Entstehung von Unternehmen fördern, die sich im globalen Wettbewerb mit amerikanischen und chinesischen Unternehmen behaupten können.
Im Mittelpunkt steht dabei ein Maßnahmenpaket, mit dem die Gründung eines Unternehmens einmalig nach einem einheitlichen EU-weiten System erfolgen kann, damit dieses nahtlos in allen Mitgliedsstaaten der EU agieren kann.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erklärte dazu: "Jeder Unternehmer kann innerhalb von 48 Stunden von überall in der Europäischen Union aus und vollständig online ein Unternehmen gründen" . Derartige Unternehmen sollen auch EU-weite Mitarbeiterbeteiligungsprogramme einrichten können, bei denen Steuern erst beim Verkauf der jeweiligen Anteile erhoben werden.
Vereinfachte regulatorische Rahmenbedingungen und Steuerregeln
Die EU-Kommission verspricht sich von dem Vorhaben, dass der Abbau administrativer Hürden und die Erhöhung der Rechtssicherheit die EU als Standort für Start-ups attraktiver machen. Gleichzeitig wolle man einheimischen Unternehmen zu einem effektiveren Wachstum verhelfen. Neben dem vollständig digitalen Gründungsverfahren sieht der Plan vereinfachte regulatorische Rahmenbedingungen und Steuerregeln sowie den Wegfall von Mindestkapitalanforderungen vor.
Das Vorhaben spiegelt die wachsenden Bemühungen der EU wider, die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber China und den USA zu stärken, und Europa zu einem attraktiveren Standort für neu gegründete und stark wachsende Unternehmen zu machen. Zudem arbeitet die EU-Kommission an einem Paket , um die digitale Souveränität gegenüber US-amerikanischen Cloud- und KI-Anbietern zu stärken und die Abhängigkeit von derartigen Diensten zu verringern.