Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Für alle Bestellungen ohne Prime-Abo: Amazon erhöht Mindestbestellwert für Versandkostenfreiheit

Wer bei Amazon ohne Prime-Abo einkauft und keine Versandkosten zahlen möchte, muss mehr ausgeben als bisher.
/ Ingo Pakalski
57 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Ohne Prime-Abo liefert Amazon nur noch ohne Versandkosten, wenn mindestens für 49 Euro eingekauft wird. (Bild: Pixabay)
Ohne Prime-Abo liefert Amazon nur noch ohne Versandkosten, wenn mindestens für 49 Euro eingekauft wird. Bild: Pixabay

Amazon hat den Mindestbestellwert für Lieferungen ohne Versandkosten von 39 Euro auf 49 Euro erhöht. Die Infoseite zu Versandkosten wurde auf der Amazon-Webseite aktualisiert(öffnet im neuen Fenster) . Amazon bestätigte Golem, dass die Änderung dauerhaft gelte.

"Wir haben die Entscheidung, die Grenze für den kostenlosen Versand anzuheben, nicht leichtfertig getroffen. Wie jedes Unternehmen überprüfen wir jedoch regelmäßig unsere Preisstruktur und passen diese gegebenenfalls an" , teilte das Unternehmen mit.

"Wir setzen diese Änderungen unserer Versandgebührenstruktur wegen des allgemeinen Anstiegs von Lieferkosten um. Dadurch stellen wir sicher, dass wir Kunden eine schnelle und qualitativ hochwertige Lieferung anbieten können" , hieß es weiter.

Erst gab es einen Testlauf

Nach Recherchen von Golem erfolgte die Erhöhung des Mindestbestellwerts am 3. März 2026. Nach den uns vorliegenden Informationen wurden Amazon-Kunden nicht über diese Änderung informiert, obwohl der Onlinehändler die E-Mail-Adressen aller Nicht-Prime-Abonnenten besitzt.

Bereits im August 2025 experimentierte Amazon mit einem höheren Mindestbestellwert , einigen Kunden wurde sogar ein Mindestbestellwert von 59 Euro vorgeschrieben. Wieder andere Kunden erhielten versandkostenfreie Lieferungen, wenn der Mindestbestellwert 49 Euro betrug.

Der Testlauf wurde damals so begründet: "Wir sind stets bestrebt, Innovationen voranzutreiben, und testen in diesem Zusammenhang verschiedene Optionen rund um den Mindestbestellwert für eine kostenfreie Lieferung." Wir fragten Amazon nach dem Ergebnis des Testlaufs, erhielten aber keine Antwort.

Wer Amazon ohne angemeldetes Konto nutzt, erhält keinen Hinweis auf den Mindestbestellwert oder die dabei anfallenden Versandkosten. Auf den Produktseiten wird stattdessen auf die Lieferzeit verwiesen, falls für die Bestellung ein Prime-Abo gebucht werde.

Darauf müssen Nicht-Prime-Abonnenten achten

Amazon drängt nach wie vor allen Kunden ohne Prime-Abo bei jeder Bestellung den Abschluss eines solchen Vertrags auf. Bei jeder Bestellung ist die Buchung des Prime-Abos vorausgewählt. Kunden müssen sich aktiv dagegen entscheiden.

Wer beim Kauf zur Zahlung die Amazon-Visa-Karte verwendet und das Guthaben der Amazon-Punkte nicht einlösen will, hat es besonders schwer: Auch wenn bei der Abwahl des Prime-Abos ein Haken gesetzt wird, dass nicht mit den Amazon-Punkten gezahlt werden soll, bleibt dies unberücksichtigt.

Wer im nächsten Bestellschritt nicht darauf achtet, hat dann doch mit den Amazon-Punkten bezahlt. Kunden müssen daher bei jedem Zahlungsvorgang aufmerksam sein und das Zahlungsmittel manuell ändern. Nur so lässt sich die Zahlung mit Amazon-Punkten umgehen.


Relevante Themen