Für 81 Milliarden US-Dollar: Warner Bros. stimmt Übernahme durch Paramount zu
Der Hollywood-Konzern Warner Bros. Discovery hat der Übernahme durch Paramount Skydance zugestimmt. Eine entsprechende Vereinbarung sei unterzeichnet worden, teilten beide Unternehmen am 27. Februar 2026 mit(öffnet im neuen Fenster) . Der Vereinbarung zufolge zahlt Paramount 31 US-Dollar pro Aktie in bar für alle ausstehenden Aktien von Warner. Damit wird das Unternehmen mit 110 Milliarden US-Dollar bewertet.
Erst am Vortag war der Rivale Netflix aus dem Bieterstreit um Warner Brothers ausgestiegen – und hatte damit den Weg für die Übernahme von Warner Bros. durch Paramount eröffnet. Damit dürfte auch der Nachrichtensender CNN unter Kontrolle der Familie des als Trump-Unterstützer geltenden Oracle-Gründers Larry Ellison wandern.
Paramount-Chef David Ellison, der Sohn Larry Ellisons, will laut Mitteilung "das Erbe zweier legendärer Unternehmen würdigen" . Der Vorstandsvorsitzende von Warner Bros. Discovery, David Zaslav, zeigte sich "sehr zufrieden mit dem Ergebnis" .
Paramount besserte Angebot nach
Paramount, das im vergangenen Jahr von den Ellisons übernommen wurde, besserte jüngst das Gebot für den Konzern Warner Bros. Discovery von 30 auf 31 Dollar pro Aktie nach. Der Warner-Verwaltungsrat entschied nun, dass das Angebot der zuvor bereits angenommenen Offerte von Netflix überlegen ist.
Der Streamingkonzern hätte danach eigentlich vier Tage Zeit gehabt, Paramount mit einem besseren Vorschlag entgegenzutreten. Doch Netflix teilte mit(öffnet im neuen Fenster) , dass der Deal bei einem weiteren Überbietungsversuch finanziell nicht mehr attraktiv sei.
Paramount hatte sich zuvor bereiterklärt, die Vertragsstrafe von 2,8 Milliarden Dollar zu übernehmen, die Warner in diesem Fall an Netflix zahlen muss.
Paramount will mehr Gewicht
Netflix bot knapp 83 Milliarden Dollar nur für das Studio- und Streaminggeschäft von Warner Brothers. Die TV-Sender sollten in eine neue Firma abgespalten werden.
David Ellison will mit der Übernahme von Warner Bros. Discovery an Gewicht in Hollywood gewinnen. Paramount ist unter den kleineren Playern der Branche. Zu Warner gehören derweil unter anderem das DC-Superhelden-Universum mit Superman und Batman, Filmreihen wie Harry Potter sowie ein starkes Streaminggeschäft auf Basis des Bezahlsenders HBO.
Wettbewerbsprüfung
Kaliforniens Generalstaatsanwalt Rob Bonta warnte unterdessen(öffnet im neuen Fenster) die Unternehmen vor einer Wettbewerbsprüfung – und dass eine Übernahme von Warner durch Paramount noch keine sichere Sache sei. Auch die Wettbewerbshüter in Washington werden den Deal angesichts seiner Dimension unter die Lupe nehmen. Die Ellisons machten sich Medienberichten zufolge angesichts der Nähe zu Trump Hoffnungen auf eine positive Entscheidung.
Paramount erklärte sich bereit, bei einem Scheitern des Deals sieben Milliarden US-Dollar zu zahlen. Große Teile des Kaufpreises werden von Larry Ellison persönlich garantiert. Der 81-jährige Tech-Mogul kann sich das leisten: Sein Vermögen wird aktuell vom Finanzdienst Bloomberg auf gut 200 Milliarden Dollar geschätzt.
Angst vor Stellenabbau in Hollywood
Die Stimmung in Hollywood mit Blick auf den Bieterwettstreit zwischen Netflix und Paramount war gespalten. Netflix haftete an, dass der Konzern sich stets auf das Streaming konzentrierte und seine Top-Manager sich in der Vergangenheit skeptisch über das Filmtheatergeschäft äußerten. Zusicherungen von Co-Chef Ted Sarandos, dass man Warner-Filme unverändert in Kinos bringen würde, konnten das Misstrauen nicht ganz wettmachen.
Andererseits war auch klar, dass sich das Studiogeschäft von Warner und die bisherigen Aktivitäten von Netflix weitgehend ergänzen würden. Beim Kauf durch Paramount werden sich hingegen viele Strukturen doppeln, was einen größeren Stellenabbau zur Folge haben könnte.
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