Für 5G: Nationales Roaming wäre laut Hersteller im Sinne der Nutzer

Ein deutscher TK-Hersteller bedauert, dass es zu keiner Anordnung für nationales Roaming kam. Vorhandene SIM-Karten für den professionellen Bereich zeigen die Möglichkeiten.

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5G-Antenne: Ein Netz hätte gereicht
5G-Antenne: Ein Netz hätte gereicht (Bild: Deutsche Telekom)

Beim 5G-Netzausbau wäre es besser gewesen, von Anfang an von den Netzbetreibern nationales Roaming einzufordern. Das sagte der IT-Experte und Manager Michael Pickhardt am 28. Mai 2021. Pickhardt ist Vorstandsvorsitzender des Unternehmens TDT, das professionelle VPN-Router und -Gateways herstellt.

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"Bei einem nationalen Roaming können sich Mobilfunkgeräte automatisch in das beste verfügbare Netz einwählen, das am jeweiligen Standort des Nutzers zu haben ist - ein technisches Szenario, das beispielsweise für dünner besiedelte Regionen von großem Interesse ist", erklärte Pickhardt. Für die Nutzer würde es dann ausreichen, dass irgendein 5G-Netzbetreiber in seiner Gegend das Netz ausgebaut hat: Sie wären online.

Hier fehle offenbar die nötige Fachkompetenz auf politischer Ebene, meinte Pickhardt: "Technisch und kaufmännisch war nationales Roaming damals umsetzbar. Es ist bedauerlich, dass diese Chance vertan wurde." Nationales Roaming bedeutet die Verpflichtung der Mobilfunkbetreiber, das eigene Netz für die Konkurrenz zu öffnen.

Nicht Mangel an Fachkompetenz, sondern Konzerninteressen

Doch es war politisch nicht gewollt, weil die Konzerne es ablehnten. So ist der Chef der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, ein erklärter Gegner des nationalen Roamings im Mobilfunk. Homann sagte am 28. November 2019: "Wir müssen diese elende Debatte um einen Zwang zum Roaming beenden." Rechtlich sei es nicht möglich, die Netzbetreiber zu verpflichten, ihre Netze anderen Anbietern zur Verfügung zu stellen.

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Ein Lichtblick sei das Angebot von SIM-Karten mit nationalem Roaming für den professionellen Bereich, erklärte Pickhardt, meinte jedoch: "Diese Option, so wichtig diese ist, kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass eine Gesamtlösung aller 5G-Beteiligten für alle Anschlüsse von Anfang an zu einer wesentlich besseren Ausgangssituation bei der 5G-Einführung geführt hätte."

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a.ehrenforth 01. Jun 2021

Ja, das hättest du. Und ja, das wird zum Teil schon so gemacht. Es gibt aber auch...

cruse 31. Mai 2021

Hatte schonmal vor der o2 zentrale in München keinen Empfang mit o2 Lachst dich tot...

PrinzessinArabella 30. Mai 2021

glaube manchmal wirklich die DDR hat den Westen geschluckt

M.P. 29. Mai 2021

Die Schweiz hat etwas so viel Fläche und Einwohner, wie ein Bundesland hier in...

DX12forWin311 29. Mai 2021

Da hat O2 aber auch gezahlt. Für niedrigere Preise hat man die Zusammenarbeit beendet.



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