Für 20 Milliarden US-Dollar: Nvidia lizenziert Inferenztechnologie von Groq
Nvidia hat die Nutzungsrechte am Chipdesign des Technologie-Unternehmens Groq erworben. Wie CNBC berichtet(öffnet im neuen Fenster) , übernimmt Nvidia auch Führungskräfte des Unternehmens, unter denen sich der Groq-Gründer Jonathan Ross befindet. Ross war zuvor bei Google an der Entwicklung von Tensor Processing Units (TPUs) beteiligt.
In einem Blogbeitrag auf der Webseite von Groq(öffnet im neuen Fenster) heißt es, dass man trotz des Wechsels einiger Mitarbeiter zu Nvidia als eigenständiges Unternehmen tätig bleiben werde. Auch die Groq-Cloud soll unterbrechungsfrei und ohne Einschränkungen weiterbetrieben werden.
Nicht-exklusive Lizenzvereinbarung
Laut CNBC soll Nvidia für die Vereinbarung 20 Milliarden US-Dollar ausgegeben haben, bezeichnet die Investition aber nicht als Übernahme. Auch bei Groq wird lediglich von einer nicht-exklusiven Lizenzvereinbarung gesprochen.
Dennoch stellt es die größte Investition von Nvidia seit dem Kauf des Chipdesignunternehmens Mellanox für fast sieben Milliarden US-Dollar im Jahr 2019 dar, heißt es weiter.
E-Mail an Nvidia-Angestellte
In einer E-Mail an Nvidia-Mitarbeiter, die CNBC einsehen konnte, schrieb Nvidia-CEO Jensen Huang, dass man die Beschleuniger-Chips mit geringer Latenz von Groq in die Nvidia-Werksarchitektur aufnehmen werde. Ziel sei es, dass die eigenen Plattformen eine "noch breitere Palette von KI-Inferenz- und Echtzeit-Workloads" bedienen können.
Groq strebt im Jahr 2025 einen Umsatz von 500 Millionen US-Dollar an und konnte während einer Finanzierungsrunde im September 2025 750 Millionen US-Dollar bei einer Bewertung von 6,9 Milliarden US-Dollar aufbringen.
Der Kauf von Groq ist nur eine von vielen weiteren Akquisitionen, mit denen Nvidia seine Vorreiterrolle im KI-Bereich sichern möchte. Der Chipkonzern verzeichnete im letzten Quartalsbericht ein enormes Wachstum und übertraf damit die Erwartungen von Anlegern .
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