Fünf Tote: Amazon-Frachtjet schießt über Miamis Rollbahn hinaus
Ein Frachtflugzeug des Typs Boeing 767-300, das im Auftrag von Amazons Prime Air für den Auftragnehmer 21 Air unterwegs war, hat am Sonntagnachmittag die Landebahn des Miami International Airport verfehlt und ist erst in einem Feld neben dem Flugplatz zum Stehen gekommen. Bei dem Unglück kamen mindestens fünf Menschen ums Leben, fünf weitere wurden verletzt, wie die Behörden mitteilten. Der Vorfall führte zu einer dreistündigen Sperrung des Flugbetriebs, während Einsatzkräfte die Unglücksstelle sicherten.
Das Miami-Dade Fire Rescue berichtete(öffnet im neuen Fenster), dass das Flugzeug mehrere Fahrzeuge in der Nähe der Kreuzung der Northwest 42nd Avenue erfasste. Mehr als 60 Einheiten der Feuerwehr und des Rettungsdienstes rückten zur Unfallstelle aus. Auch das Sheriffs-Office von Miami-Dade beteiligte sich an den Rettungsarbeiten. Unter den fünf Verletzten befanden sich drei Personen, die in kritischem Zustand in ein örtliches Traumazentrum gebracht wurden. Zwei weitere Patienten wurden in Krankenhäuser der Region eingeliefert.
Amazon reagiert auf tödlichen Luftfahrtvorfall
Amazon bestätigte, dass eines der beauftragten Flugzeuge in den Crash verwickelt war. Unternehmenssprecherin Kelly Nantel erklärte CBS News(öffnet im neuen Fenster), Amazon arbeite mit den örtlichen Behörden zusammen, um die Umstände des Vorfalls zu klären.
Die Einsatzkräfte trafen ein, als das Flugzeug bereits in Flammen stand und dichten Rauch abgab. MDFR-Chef Ray Jadallah beschrieb die Lage bei einer Pressekonferenz am Sonntag(öffnet im neuen Fenster) als "eine sehr komplexe Situation". Die Feuerwehr setzte Löschschaum und spezialisiertes Flughafenlöschgerät ein, um den Brand unter Kontrolle zu bringen. Es bleibt unklar, ob sich die Todesopfer an Bord des Flugzeugs oder unter den am Boden befindlichen Personen befanden.
Mehrere Personen, die in von der Maschine erfassten Fahrzeugen eingeschlossen waren, mussten von der technischen Rettung des MDFR befreit werden. Zudem wurde ein Treibstoffleck am Flugzeug gemeldet.
Die Federal Aviation Administration (FAA) bestätigte(öffnet im neuen Fenster), dass die Boeing 767-300 aus San Juan auf Puerto Rico gestartet war. Laut Flightradar24(öffnet im neuen Fenster) war das 32 Jahre alte Flugzeug zuvor als Passagiermaschine für mehrere Airlines im Einsatz gewesen, bevor es 2015 zum Frachtflugzeug umgebaut wurde. Das Air Traffic Control System Command Center verhängte die Betriebssperrung um etwa 14:30 Uhr Ortszeit.
Sowohl die FAA als auch das National Transportation Safety Board (NTSB) leiteten Untersuchungen zum Crash ein.
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