"Fuck that loser": Diablo-3-Designer beschimpft Diablo-Miterfinder
"Fuck that loser": Mit diesen Worten hat Jay Wilson, Chefentwickler von Diablo 3, auf Facebook seinen Quasi-Vorgänger David Brevik(öffnet im neuen Fenster) beschimpft, der sich auf der Gamescom 2012 in Köln gegenüber einem Blog kritisch über Diablo 3(öffnet im neuen Fenster) geäußert hatte. Damit ist er zwar nicht alleine – sogar Blizzard-Chef Mike Morhaime hatte in einem offenen Brief einige Schwachstellen an dem Programm eingeräumt. Trotzdem scheint Brevik seine Nachfolger besonders verärgert zu haben, denn neben Wilson haben sich auch einige andere Mitglieder des Teams geäußert – allerdings längst nicht so abfällig wie der Chefentwickler, der seinen Kommentar inzwischen wieder gelöscht hat. Auf Gamespy.com gibt es einen Screenshot(öffnet im neuen Fenster) davon.

In vielen Foren, auch denen von Blizzard(öffnet im neuen Fenster), haben die Äußerungen von Wilson und seinem Team Empörung ausgelöst. "Wahrheit kann halt manchmal wehtun...., doch wahre Größe zeigt sich dann im Umgang damit. Und so ein Umgangston ist dann doch recht weit von Größe entfernt", schreibt etwa ein Spieler. "Wie es scheint, ist der gute Jay ziemlich frustriert, dass die dummen Fans seine geniale Loot-Philosophie nicht ganz so toll finden wie er", ein anderer. Im US-Forum hat Blizzard mittlerweile angefangen, einige Threads zu dem Thema zu löschen. Das Unternehmen hat sich offiziell nicht weiter zu den Vorgängen geäußert.
Möglicherweise ist der Ärger des Teams auch deshalb so groß, weil Brevik bei vielen Blizzard-Angestellten bislang einen sehr guten Ruf genießt und fast als Legende betrachtet wird. Er hat nicht nur Blizzard North mitgegründet und Diablo miterfunden, sondern gilt studiointern auch als einer der geistigen Väter von World of Warcraft. Wenn dann von einer solchen Person statt Lob vor allem Kritik zu hören ist, kann das besonders wehtun.
Brevik hatte dem Blog Diablo Incgamers.com gesagt, dass er das Spiel in einigen Bereichen anders gestaltet hätte, und dass er etwa das Beute- und das Waffensystem nicht wirklich gelungen findet – was auch sehr viele Spieler so sehen. Wirklich harsche Kritik hat er allerdings nicht, stattdessen äußert er sich überwiegend dahingehend, dass das Team nun einmal seinen eigenen Vorstellungen gefolgt sei, und dass einige Dinge durchaus gelungen seien, etwa die Handlung.
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