FTX-Pleite: Sam Bankman-Fried bekennt sich nicht schuldig

Wie bereits im Dezember bekannt wurde , hat sich Sam Bankman-Fried bei der Anklageverkündigung vor einem Bundesgericht in New York nicht schuldig bekannt. Dem Gründer und ehemaligen CEO der insolventen Kryptowährungsbörse FTX wird in der Anklageschrift Planung und Durchführung von "Wire Fraud" , also Überweisungsbetrug(öffnet im neuen Fenster) , in mehreren Fällen vorgeworfen. Außerdem soll er gegen Wahlkampffinanzierungsgesetze verstoßen haben. Die eigentliche Verhandlung beginnt am 2. Oktober 2023.
Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Bankman-Fried wissentlich und mit Vorsatz gehandelt hat . Bankman-Fried bestritt die Betrugsvorwürfe in mehreren Interviews, die er vor seiner Verhaftung gab, immer wieder . Dabei räumte er auch ein , dass er "mehrere Male große Scheiße gebaut" habe, die Anmeldung zum Insolvenzverfahren bereue und seine positive Haltung gegenüber Finanzregulierungsbehörden "nur PR" gewesen sei.
Bankman-Fried wurde am 13. Dezember 2022 in den Bahamas verhaftet , nachdem die US-Staatsanwaltschaft eine Anklageschrift an die dortigen Behörden weitergegeben hatte. Gegen eine Kaution von 250 Millionen US-Dollar(öffnet im neuen Fenster) wurde Bankman-Fried vorerst aus der Haft entlassen und steht nun unter Hausarrest. Der CEO befindet sich momentan im Haus seiner Eltern in Kalifornien, das als Sicherheit für die Kaution hinterlegt wurde.
FTX zählte vormals zu den größten Handelsplattformen für Kryptowährungen. Am 11. November 2022 meldete das Unternehmen Insolvenz an , nachdem Berichte über fehlende Geldmittel aufgekommen waren. Im Mittelpunkt der Insolvenz steht mit Alameda Research ein weiteres Unternehmen von Sam Bankman-Fried, das laut einem jüngsten Bericht des Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) bereits 2018 zahlungsunfähig war. FTX hat nach Informationen aus dem Insolvenzverfahren mehr als eine Millionen Einzelgläubiger .