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FTTH: Telekom wird verstärkt Glasfaser auf dem Land ausbauen

Die Telekom will den FTTH -Ausbau in kleineren Gemeinden nicht mehr der Konkurrenz überlassen.
/ Achim Sawall
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Technikchef Walter Goldenits (links) und Deutschlandchef Srini Gopalan (rechts) (Bild: Deutsche Telekom/ Screenshot: Golem.de)
Technikchef Walter Goldenits (links) und Deutschlandchef Srini Gopalan (rechts) Bild: Deutsche Telekom/ Screenshot: Golem.de

Die Deutsche Telekom will auf dem Land verstärkt Fiber To The Home (FTTH) errichten. Das gab der Netzbetreiber am 30. August 2021 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . "In Kommunen mit weniger als 20.000 Einwohnern ist die digitale Infrastruktur oftmals nicht so weit entwickelt wie in den Großstädten. Deshalb wollen wir bis 2030 mindestens acht Millionen Glasfaser-Anschlüsse im ländlichen Raum realisieren" , sagte Telekom-Deutschland-Chef Srini Gopalan.

Dabei sollen laut Gopalan künftig 30 bis 40 Prozent des Ausbaus der Telekom in Deutschland auf dem Lande stattfinden. "Wir bauen städtische und ländliche Regionen mit derselben Geschwindigkeit aus." Wenn ein mindertiefer Ausbau möglich ist, beschleunige das den Rollout stark.

Auf dem Land ist bisher Deutsche Glasfaser führend. UGG, das Glasfaser-Joint-Venture von Allianz und dem spanischen Telefónica-Konzern , will in Deutschland 6 Milliarden Euro für Glasfaser in ländlichen Regionen ausgeben. Dazu kommen die beiden Glasfaserbetreiber BBV Deutschland und Deutsche Giganetz . BBV Deutschland will in den kommenden drei bis vier Jahren rund 600 Millionen Euro in Glasfasernetze in Deutschland investieren, gab das Unternehmen im November 2020 bekannt. Die Deutsche Giganetz mit Sitz in Hamburg wird von der kanadischen Sunlife-Versicherungsgruppe mit 3 Milliarden Euro finanziert.

Telekom sucht langfristige Investoren für Glasfaser

"Wir machen das nicht alleine" , sagte Gopalan über den ländlichen Ausbau. "Wir freuen uns über Partnerschaften." Zugleich sucht die Telekom laut Gopalan nach Partnern wie Pensionsfonds und besonderen Investoren für die Finanzierung.

Glasfaser werde hauptsächlich von zwei Kundengruppen angenommen, erklärte Gopalan. Dort, wo Kunden schon Vectoring und Super Vectoring verfügbar haben, aber im Haushalt durch zwei Teenager höhere Datenraten benötigt würden; oder in Regionen, wo es noch kein Vectoring gibt.


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