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FTTH: Telekom will Leerrohre nicht verpflichtend für andere öffnen

Der Netzbetreiber fordert dabei gleiches Recht für alle bei Leerrohren. Denn bei FTTB/H seien 69 Prozent der Anschlüsse von Konkurrenten der Telekom .
/ Achim Sawall
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Einblasen am Leerrohr (Bild: Deutsche Telekom)
Einblasen am Leerrohr Bild: Deutsche Telekom

Die Deutsche Telekom kritisiert den neuen Regulierungsrahmen der Bundesnetzagentur(öffnet im neuen Fenster) für das Festnetz. Dieser schaffe "leider wenig Anreize für den Glasfaserausbau in Deutschland" , erklärte(öffnet im neuen Fenster) Sprecherin Sandra Rohrbach am 21. Juli 2022 für den Konzern. "Insbesondere der regulierte Leerrohrzugang ist ein Mehr an Bürokratie und kein Garant für mehr Glasfaserausbau in Deutschland."

Am Leerrohr scheiden sich die Geister

Laut Bundesnetzagentur soll die Telekom "nicht marktbeherrschenden Netzbetreibern verfügbare und ungenutzte Kapazitäten in ihren Leerrohren zugänglich machen" . Die Einsichtnahme in freie Leerrohrkapazitäten soll zukünftig über den Infrastrukturatlas im neuen Gigabit-Grundbuch des Bundes erfolgen, erklärte die Behörde. "Mit der heutigen Entscheidung schaffen wir Rahmenbedingungen für fairen Wettbewerb und weiteren Glasfaserausbau" , sagte Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur. "Es freut mich, dass unser Einsatz für den Glasfaserausbau mit stabilen und transparenten Rahmenbedingungen die Probe vor der Europäischen Kommission bestanden hat."

Wenn ein ressourcenschonender Ausbau das Ziel sei, "dann sollten für alle Netzbetreiber dieselben Regeln gelten. Bisher gelten sie nur für die Telekom, obwohl im FTTH /B-Teilmarkt knapp 69 Prozent der Anschlüsse auf die Wettbewerber der Telekom entfallen" , sagte Rohrbach. Eine investitionsfördernde "Regulierung light" wäre angesichts dieser Marktentwicklung angemessen und geboten, bleibe aber aus. Am Mittwoch hatte die EU-Kommission die Regulierungsverfügung (Markt 1) genehmigt.


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