FTTH: Telekom will in Essen Ausbau durch Konkurrenz verhindern

Die Deutsche Telekom plant eines ihrer größten FTTH-Projekte nun in Essen. Dort will auch das Projekt Ruhrfiber breit ausbauen.

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Werbebild der Telekom für die ehemalige Bergbaustadt Essen
Werbebild der Telekom für die ehemalige Bergbaustadt Essen (Bild: Deutsche Telekom)

Die Deutsche Telekom will in der Stadt Essen bis zum Jahr 2026 jährlich rund 50.000 Haushalte mit FTTH (Fiber To The Home) versorgen. Das gab das Unternehmen am 28. März 2022 bekannt. Bis zum Jahr 2026 sollen über 250.000 Haushalte ausgebaut werden. Die Ruhrgebietsstadt hat insgesamt 332.000 Haushalte.

Frank Schmidt, Konzernbevollmächtigter Region West der Telekom, sagte: "Wir realisieren in Essen eines der größten städtischen Ausbauprogramme der Telekom bundesweit." Telekom-Deutschland-Chef Srini Gopalan erklärte, "dass wir unsere Ausbauziele nochmals erheblich auf bis zu 70 Prozent erhöht haben. Wir haben angeboten, bei der Reihenfolge und Festlegung der Ausbaugebiete eng mit der Stadt zusammenzuarbeiten." Die Telekom will die angepeilte Zahl von über 250.000 Haushalten ohne Vorbedingungen wie Vorvermarktungsquoten für Hausanschlüsse erreichen. Die Telekom sei zudem dem Prinzip des Open Access verpflichtet.

Das Projekt Ruhrfiber (Ruhrfibre) der Strategie- und Finanzberatung Rautenberg & Company will bis Anfang 2025 in Essen 153.000 Glasfaser-Anschlüsse errichten, was rund 180 Millionen Euro kosten soll und die Telekom unter Druck setzt. Daran will sich die Stadt Essen mit nur mit 1 Millionen Euro beteiligen. Womöglich will man vorhandene Leerrohre oder U-Bahn-Tunnel nutzen. Doch das Projekt hat noch keinen öffentlich bekannten Finanzier mit einer verbindlichen Zusage. Hinter Ruhrfiber steht Arndt F. Rautenberg (53), in Essen aufgewachsener Diplom-Kaufmann und ehemaliger Chief Strategy Officer der Telekom.

Stadt Essen: Partnerschaften mit mehr als nur einem großen Telekommunikationsunternehmen wichtig

"Um den Gigabit-Ausbau zügig voranzutreiben, sind Partnerschaften mit mehr als nur einem großen Telekommunikationsunternehmen wichtig", sagte Stadtkämmerer Gerhard Grabenkamp. Die Stadt werde ihren Teil beitragen, zum Beispiel durch schnelle Genehmigungen.

Die Ruhrgebietsstadt Essen liegt beim Glasfaserausbau noch sehr weit zurück: Schnelles Internet mit FTTH/B ist derzeit nur für etwa sechs Prozent der Essener Privathaushalte und für acht Prozent der gewerblichen Nutzer verfügbar, berichtete die Neue Ruhr/ Neue Rhein Zeitung am 18. März 2022. Bottrop liegt hier bereits bei 30 bis 35 Prozent, Gelsenkirchen fast 16 Prozentpunkte darüber.

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Faksimile 31. Mär 2022

Und warum ist das so? Weil man sich nicht zusammengesetzt hat und ein gemeinschaftliches...

TheCutterNet 29. Mär 2022

Die 82.000 Haushalte werden unter anderem wir in Byfang sein. Vermutlich noch Werden...

Tsherno 29. Mär 2022

Jahrelang hat sie sich die DT gegen einen ordentlichen Ausbau mit FTTH/FTTB gewehrt...

Brennholzverleih 29. Mär 2022

Dann drück ich mal die Daumen! Ist leider so, dass die lieben Bürgermeister gerne hier...



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