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FTTH: Telekom will Berlin komplett mit Glasfaser erschließen

Die Deutsche Telekom sucht einen Partner wie Vodafone, Tele Columbus oder 1&1 Versatel, um Berlin komplett mit FTTH zu versorgen. Das Unternehmen bietet an, die Hälfte der Kosten zu übernehmen.

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Chef der Telekom Deutschland, Dirk Wössner (Mitte)
Chef der Telekom Deutschland, Dirk Wössner (Mitte) (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Der Chef der Telekom Deutschland, Dirk Wössner, hat sich laut einem Bericht des Verbraucherportals Glasfaser-internet für einen Glasfaserausbau in Berlin mit einem Partner ausgesprochen. Wössner sagte am 31. August 2018 auf der Internationalen Funkausstellung (Ifa) in Berlin: "Lassen Sie uns mal darüber reden, wo wir investieren. Und wir sind hier ja aktuell in Berlin. Und deswegen machen wir hier das Angebot zu sagen, liebe Wettbewerber, lasst uns gemeinsam Berlin vollständig mit Glasfaser versorgen."

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Laut Wössner verfügt die Telekom in Berlin nur über einen Marktanteil von 27 Prozent. Der Konzern bietet an, die Hälfte der Ausbaukosten für die komplette Erschließung Berlins mit Glasfaser zu finanzieren. Die Telekom suche Partner, die bereit seien, "den Spaten in die Hand zu nehmen" und zu investieren. Angebote seien willkommen und die Telekom sei "jederzeit gesprächsbereit", sagte Wössner. "Wir sind offen für Partnerschaften, ob mit einem oder mehreren Partnern", erklärte er dem Handelsblatt.

Große Festnetzbetreiber in Berlin sind Vodafone, Colt, Tele Columbus oder 1&1 Versatel, das United Internet gehört. Ein Stadtwerk wie in München, das ein eigenes Glasfasernetzwerk für Endverbraucher ausbaut, hat Berlin nicht.

Telekom: Vom Vectoring-Konzern zum Glasfaser-Herausforderer

Die Telekom ändert ihre Haltung zum Glasfaserausbau damit deutlich: Der Konzern konzentrierte sich bisher auf VDSL und Vectoring, um sein altes Kupfernetz auf der letzten Meile weiter auszunutzen und die hohen Investitionen für Glasfaser zum Endkunden weit hinauszuschieben. Darum liegt Deutschland bei FTTB/H-Anschlüssen (Fiber To The Home/Building), die auch genutzt werden, weiter auf dem fünftletzten Platz in Europa. Um Vectoring zu ermöglichen, investiert die Telekom jedoch Milliarden Euro und erschließt die Multifunktionsgehäuse mit Glasfaser. Doch die Konkurrenz baut Glasfaser regional aus und die Telekom ist unter wachsendem öffentlichem Druck.

Konzernchef Timotheus Höttges hat auf der Hauptversammlung der Telekom im Mai erstmals konkrete Zusagen zu FTTH gemacht: "Ab 2021 wird die Telekom jedes Jahr rund zwei Millionen Haushalte direkt mit Glasfaser anschließen. Wenn die Politik den richtigen Rahmen setzt."

Der Ausbau von FTTH beginne nicht erst im Jahr 2021, sagte der scheidende Finanzvorstand der Telekom, Thomas Dannenfeldt, am 9. August 2018. "Ich glaube, es gibt insgesamt ein Missverständnis mit der Schlagzahl '2021 - 2 Millionen'. Es ist nicht so, dass wir bis 2021 warten und erst dann anfangen."

Um die Kosten nicht allein tragen zu müssen, fordert die Telekom nun die Konkurrenten heraus. Höttges hatte zuvor bereits United Internet verbindlich angeboten, gemeinsam den Glasfaserausbau anzugehen.

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spezi 04. Sep 2018

Ich nehme an, Du beziehst Dich auf diesen Artikel? https://www.golem.de/news/mobilfunk...

Limer 03. Sep 2018

Willy/wilhelm-tel ist vor allem da fleißig wo es auch andere sind, nämlich in...

nightmar17 03. Sep 2018

? Kenne den Typen zwar nicht, aber die sehen doch alle normal aus?

HarryG 03. Sep 2018

Diese Stadt wird mit tollen technischen Errungenschaften geradezu überschüttet. 5G...

sneaker 03. Sep 2018

Ich überlege gerade, wann M-net in München mit FTTB angefangen hat. 2009? Bis 2021 will...


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