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FTTH: Telekom spricht von Abschaltung der Kupferplattform

Region für Region werde nach einem kompletten Glasfaser-Ausbau das Kupfer abgeschaltet. Die Telekom sieht sich hier noch als Start-Up.

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Das Führungsteam der Telekom: (v. l.) Walter Goldenits, Claudia Nemat, Srini Gopalan auf dem Netzetag 2022 (Bild: Deutsche Telekom)

Der Begriff "Abschaltung der Kupferplattform" stand am 2. Dezember 2022 auf dem Netzetag der Telekom in Bonn auf einer der Präsentationsfolien von Claudia Nemat, Vorstandsmitglied Technologie & Innovation. "Es wird immer mehr Glasfaser ausgebaut. Wir werden immer mehr Region für Region abschalten", sagte Nemat auf Nachfrage von Golem.de.

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"Wir machen es Schritt für Schritt", betonte Deutschlandchef Srini Gopalan. "Jetzt reden wir mit der Bundesnetzagentur über die regulatorischen Rahmenbedingungen für die Kupferabschaltung." Grundlage sei natürlich ein kompletter Glasfaserausbau, betonte Gopalan. Angaben zu einem genauen Zeitrahmen wollte er noch nicht machen. Bei Glasfaser sei die Telekom Deutschlands größtes Start-Up, räumte er ein. Die Wettbewerber hätten hier noch mehr Anschlüsse.

Telekom: 1.000 neue Glasfaserexperten

Im kommenden Jahr will die Telekom ihr Tempo beim Glasfaserausbau steigern. 2,5 bis 3 Millionen Anschlüsse sollen 2023 hinzukommen. Für das laufende Jahr 2022 werde das Ziel, FTTH-Anschlüsse für weitere zwei Millionen Haushalte anzubieten, erreicht, sagte Gopalan. Zum Jahresende 2022 vergrößere man die "Glasfaserreichweite" auf insgesamt 5,2 Millionen Anschlüsse. Im Jahr 2024 sollen es mehr als zehn Millionen Anschlüsse sein.

Die Telekom will die Zahl ihrer Glasfasermonteure um 50 Prozent steigern. "Damit wir unsere Versprechen auch weiter halten können, müssen wir nicht nur in Netztechnik investieren", erklärte Gopalan. "Wir wollen bis zu 1.000 neue Glasfaserexpertinnen und -experten einstellen. Der Großteil davon für den Bereich Montage. Diese Power brauchen wir dringend."

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Offenlegung: Golem.de hat auf Einladung von Deutsche Telekom an der Veranstaltung in Bonn teilgenommen. Die Kosten für die Anreise wurden von dem Konzern übernommen. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben seitens Dritter.