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FTTH: Telekom sieht sich vor Deutsche Glasfaser

Für die Deutsche Telekom ist der viel kleinere Netzbetreiber Deutsche Glasfaser kein Benchmark bei FTTH.
/ Achim Sawall
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Walter Goldenits, Geschäftsführer Technologie bei der Telekom Deutschland (Bild: Deutsche Telekom)
Walter Goldenits, Geschäftsführer Technologie bei der Telekom Deutschland Bild: Deutsche Telekom

Die Deutsche Telekom sieht den Konkurrenten Deutsche Glasfaser nicht als Vergleichsmaßstab beim FTTH-Ausbau (Fiber To The Home) in Deutschland. Das sagte Walter Goldenits, Geschäftsführer Technologie bei der Telekom Deutschland(öffnet im neuen Fenster) , auf die Frage, ob der Netzbetreiber "ein Benchmark" sei. "So genau kann ich das auch nicht beantworten, weil für mich sehr schwer nachzuvollziehen ist, ob die tatsächlich ein Benchmark sind oder nicht."

Er könne sich nur auf Zahlen referenzieren. Die Telekom habe im vergangenen Jahr über 500.000 Häuser mit Glasfaser erschlossen. "Davon war die Deutsche Glasfaser weit entfernt" , sagte Goldenits. "Und wenn ich mir die Jahresleistung für 2021 anschaue, werden wir allein in diesem Jahr isoliert über eine Million bauen. Das ist mehr, als die Deutsche Glasfaser in den letzten drei, vier Jahren gebaut hat. Das heißt, mir erschließt sich das Bild nicht, warum die Deutsche Glasfaser der Benchmark sein soll."

Jahrelang hat sich die Telekom auf den Vectoringausbau konzentriert und kaum FTTH gebaut. Selbst im Juli hat die Telekom 183.000 Haushalte mit Vectoring und Super-Vectoring ausgebaut. Die Zahl der Haushalte, die einen Glasfaser-Anschluss erhalten können, stieg im Juli um 85.000 und betrug 2,5 Millionen.

Deutsche Glasfaser hatte bis Ende 2020 insgesamt 920.000 FTTH-Glasfaseranschlüsse errichtet, wie der Netzbetreiber im Januar 2021 bekanntgab. "Insgesamt wurden im Jahr 2020 etwa 300.000 FTTH-Anschlüsse gebaut" , sagte Unternehmenssprecher Dennis Slobodian zum Jahresbeginn. 7 Milliarden Euro will Deutsche Glasfaser in den Glasfaserausbau der kommenden Jahre investieren. 960 Millionen Euro Fördermittel hat der Netzanbieter bisher gewonnen. Im Jahr 2020 ist die Unternehmensgruppe durch die Übernahme und Neueinstellungen gewachsen: Insgesamt umfassten die Teams zum Jahreswechsel 1.400 Beschäftigte an 24 Standorten in Deutschland.


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