FTTH: Telekom kämpft bei Glasfaserkooperationen mit der Technik

Für die Telekom ist die Zusammenarbeit bei Glasfaser mit anderen Netzbetreibern nicht einfach. Kooperationschef Johannes Pruchnow spricht offen über die Probleme.

Artikel veröffentlicht am ,
Johannes Pruchnow spricht über seinen neuen Job.
Johannes Pruchnow spricht über seinen neuen Job. (Bild: Deutsche Telekom/Screenshot: Golem.de)

Die Deutsche Telekom steht bei ihrer neuen Zusammenarbeit mit anderen Netzanbietern noch vor technischen Problemen. Das sagte Johannes Pruchnow, Vorstandsbeauftragter für Breitband-Kooperationen bei der Deutschen Telekom, in einem Youtube-Video des Unternehmens. "Üblicherweise sind die IT-Systeme sowohl bei der Telekom als auch bei den anbietenden Wholebuy-Unternehmen nicht modular genug. Das Signal, der Bitstrom, muss von dem Anbieter entsprechend produziert werden, was viele Anbieter noch nicht können."

Auf Seiten der Telekom sei die Herausforderung, dass unter dem Produkt das Fahrgestell, also das Netz, ausgewechselt werde, was modulare IT-Systeme verlange. In dem gerade erst entstehenden FTTH-Markt (Fiber To The Home) gebe es noch kein etabliertes Preisniveau. "Das heißt, es müssen immer bilaterale Verhandlungen um den Wholesale-Preis geführt werden", betonte Pruchnow.

Wichtigster Erfolg sei die vereinbarte Kooperation mit Ewe. Der Netzbetreiber hatte im Dezember 2017 angekündigt, gemeinsam mit der Telekom das Glasfasernetz auszubauen und bis zu 1,5 Millionen Privathaushalte direkt anzuschließen. Die Netzbetreiber wollen in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Bremen zusammenarbeiten und Glasfaser in den nächsten zehn Jahren vor allem in ländlichen Gebieten ausbauen. Pruchnow: "Hier sollen dann Angebote der EWE und Angebote der Telekom, aber auch von Dritten möglich sein. Wir sind jetzt dabei, die Implementierung voranzubringen." Das Bundeskartellamt und die Bundesnetzagentur müssen dem Joint Venture noch zustimmen. Gibt es keine Sonderregelung, wird die EWE reguliert wie die Telekom.

Telekom hofft auf mehr Partner

Pruchnow kündigte an, dass er hoffe, neben EWE im Jahr 2018 noch weitere Ankündigungen zu großen Kooperationen machen zu können. Derzeit laufen Verhandlungen mit zwei anderen großen Partnern. "Hier hoffen wir auch noch zu Abschlüssen kommen zu können", sagte Pruchnow. Auch mit weiteren kleineren Partnern wolle man Verträge unterzeichnen. Er hoffe, dass hier noch mehr Angebote kommen würden.

Pruchnow war auch Chef der Telefónica Deutschland und Vizepräsident des Breko (Bundesverband Breitbandkommunikation) sowie im Präsidium des VATM (Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten).

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


bombinho 15. Mär 2018

Ja, ueberlegen wir mal, welcher Provider gerne garantierte Preise haben wollte und ob...

bombinho 14. Mär 2018

Das kommt ganz auf die verwendeten Materialien an, fertig konfektioniert ist es sogar...

bombinho 14. Mär 2018

Danke, ein gewohnt ausfuehrliches und logisches Argument, bravo, weiter so. Disclaimer...

bombinho 14. Mär 2018

Ich frage mich allerdings, ob man auch "Partner" werden kann, wenn man seine Daten ueber...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Whistleblower
Ehemaliger US-Konteradmiral äußert sich zu Außerirdischen

Wieder hat sich in den USA ein ehemals hochrangiger Militär und Beamter über Kontakte mit Aliens geäußert.

Whistleblower: Ehemaliger US-Konteradmiral äußert sich zu Außerirdischen
Artikel
  1. Schadstoffnorm 7: Neue Grenzwerte für Abrieb gelten auch für E-Autos
    Schadstoffnorm 7
    Neue Grenzwerte für Abrieb gelten auch für E-Autos

    Die neue Euronorm 7 legt nicht nur Grenzwerte für Bremsen- und Reifenabrieb fest, sondern auch Mindestanforderungen für Akkus.

  2. Ramjet: General Electric testet Hyperschalltriebwerk
    Ramjet
    General Electric testet Hyperschalltriebwerk

    Das Triebwerk soll Flüge mit Mach 5 ermöglichen.

  3. Elektroautos: Mercedes und Stellantis übernehmen komplette Umweltprämie
    Elektroautos
    Mercedes und Stellantis übernehmen komplette Umweltprämie

    Nach dem abrupten Aus der staatlichen Förderung springen erste Hersteller von Elektroautos ein.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • Last-Minute-Angebote bei Amazon • Avatar & The Crew Motorfest bis -50% • Xbox Series X 399€ • Cherry MX Board 3.0 S 49,95€ • Crucial MX500 2 TB 110,90€ • AVM FRITZ!Box 7590 AX + FRITZ!DECT 500 219€ [Werbung]
    •  /