FTTH: Telekom investiert 1,1 Milliarden Euro im Raum Stuttgart

Zusammen investieren die Deutsche Telekom und die Region Stuttgart 1,6 Milliarden Euro in den Glasfaserausbau. Doch die Ziele liegen hinter den Vorgaben der Bundesregierung zurück.

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Das Infomobil
Das Infomobil (Bild: Deutsche Telekom)

Die Deutsche Telekom wird die Region Stuttgart mit FTTH (Fiber To The Building) versorgen. Das gab das Unternehmen am 2. Juli 2018 bekannt. Die Telekom wird bis zu 1,1 Milliarden Euro im Festnetzbereich in der Landeshauptstadt Stuttgart und den fünf umliegenden Landkreisen Böblingen, Esslingen, Göppingen, Ludwigsburg und Rems-Murr für alle 179 Städte und Kommunen investieren.

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Die Region stellt für den Ausbau 500 Millionen Euro zur Verfügung. Das können auch Sachleistungen wie bereits verlegte Glasfaserkabel oder Leerrohre sein. Zudem können Fördermittel von Land oder Bund zum Einsatz kommen. Dafür wurde heute eine Absichtserklärung in Stuttgart unterzeichnet. Die Vertragsunterzeichnung wird erst Ende dieses Jahres stattfinden.

Dabei sind die Ziele nicht besonders ehrgeizig. Laut Kanzleramtsminister Helge Braun sollen Gigabitnetze bis zum Jahr 2025 von den Netzbetreibern flächendeckend ausgebaut werden. Geschehe dies nicht, dann würden die Nutzer einen Rechtsanspruch auf schnelles Internet einklagen können. Telekom und die Region Stuttgart haben nun vereinbart, bis zum Jahr 2022 90 Prozent der Unternehmensstandorte in Gewerbegebieten mit FTTH zu versorgen. 2025 sollen jeder zweite Haushalt sowie alle Gewerbegebiete und alle förderfähigen Schulen mit Glasfaser bis ins Gebäude angeschlossen sein. 90 Prozent der insgesamt rund 1,38 Millionen Haushalte sollen schließlich bis 2030 Gigabit-Anschlüsse erhalten. Bis 2030 sollen zudem alle rund 140.000 Unternehmensstandorte und Betriebe versorgt sein.

Telekom machte bestes Angebot

Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart (WRS), Walter Rogg erklärte: "Von allen Wettbewerbern hat die Deutsche Telekom das deutlich beste verbindliche Angebot vorgelegt. Sie kann in hohem Maße auf bereits vorhandene Glasfasernetze zurückgreifen, was den Ausbau beschleunigt und Kosten spart."

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Dirk Wössner, Vorstand Deutsche Telekom und zuständig für das Deutschlandgeschäft, sagte: "Das Projekt ist langfristig angelegt, aber die Erfolge werden für viele schon kurzfristig spürbar. Monat für Monat, Jahr für Jahr. Dabei zählen wir auf die Unterstützung der 179 Kommunen in der Region, wenn es um die zügige Umsetzung vor Ort geht. Und wir werden unser Glasfasernetz für Dritte zu fairen und marktwirtschaftlichen Konditionen öffnen. Dafür brauchen wir auch rechtliche Rahmenbedingungen, die Investitionen belohnen und Rechtssicherheit geben."

Die LTE-Abdeckung in der Region soll auf 98 Prozent der Bevölkerung gesteigert werden, womit die bewohnte Fläche gemeint ist. Dafür will die Telekom neue Mobilfunkstandorte aufbauen. Zudem werde die Region als eine der ersten in Deutschland überhaupt ein 5G-Netz erhalten.

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