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FTTH: Telekom erwartet Konkurrentensterben bei Glasfaser

Die Telekom nennt die Namen von Konkurrenten, von denen sie glaubt, dass diese nicht mehr lange durchhalten werden. Darunter sind die führenden Stadtwerke und überregionale Anbieter.
/ Achim Sawall
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Josef Scherl, Konzernbevollmächtigter für die Region Süd der Telekom (Bild: Deutsche Telekom)
Josef Scherl, Konzernbevollmächtigter für die Region Süd der Telekom Bild: Deutsche Telekom

Die Deutschen Telekom erwartet, dass ein Teil ihrer Konkurrenten beim Glasfaserausbau die nächsten Jahre nicht überleben wird. Das sagte Josef Scherl, Konzernbevollmächtigter für die Region Süd der Telekom, in einem Videointerview des Unternehmens(öffnet im neuen Fenster) . Neben regionalen Anbietern wie M-net in München, Netcologne in Köln oder R-Kom in Regensburg "kommen aktuell auch immer mehr überregionale Investoren an den Start" . Dies seien die Deutsche Glasfaser, UGG von Telefónica oder Deutsche Giganetz.

"Inwiefern alle auch diesen harten Wettbewerb sich sehr genau überlegt haben, wird man in wenigen Jahren sehen. Ich glaube nicht, dass alle Wettbewerber, alle Netzbetreiber, da auch lange durchhalten werden" , erklärte Scherl(öffnet im neuen Fenster) . Die Telekom baue dagegen nach eigener Lesart das Netz für die Ewigkeit. Das heißt, für die nächsten 100 Jahre. Der Wettbewerb sei hart und damit ein sehr langer Atem vonnöten, betonte Scherl.

Derzeit gibt es sehr viele konkurrierende Angebote für Fiber To The Home (FTTH) auf dem Land. Es ist nützlich für die Telekom, den Kunden hier zu suggerieren, dass, abgesehen vom Marktführer selbst, niemand lange verlässlich aktiv ist.

Zwei Netz übereinander bedeutet laut Telekom Vielfalt

Die Telekom will in Gablingen im schwäbischen Landkreis Augsburg ein neu errichtetes FTTH-Netz von Deutsche Glasfaser überbauen, die selbst zuvor zusammen mit M-net das Vectoringnetz der Telekom überbaut hatten. Gesamtgesellschaftlich ist das unsinnig, weil ein Glasfasernetz durch Open Access von mehreren Anbietern genutzt werden kann, ohne dass es Einbußen bei der Performance gibt.

Auch das versucht Scherl wegzudiskutieren: "Aus meiner Sicht haben die Kunden durch diesen Wettbewerb auch einen großen Vorteil, weil die Vielfalt der Anbieter entsprechend größer wird. Wobei eine Kommune durchaus die Möglichkeit hat, die Bauarbeiten von zwei oder mehr Anbietern so zu koordinieren, dass die Belastungen für die Bürger möglichst gering ausfallen." Tatsächlich sind Open Access, oder wie hier Bitstream-Zugänge, für den Mieter langfristig nicht so gewinnbringend wie ein eigenes Netz.

Nachtrag vom 15. November 2022, 16:45 Uhr

Die Telekom hat ihr Youtube-Video auf privat gestellt(öffnet im neuen Fenster) , wodurch es nicht mehr verfügbar ist. Auch der Textbeitrag mit ausführlichen Zitaten aus dem Video wurde im Blog der Telekom gelöscht(öffnet im neuen Fenster) .


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