Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

FTTH: Telekom bereitet Einsatz von 50G-PON für Kunden vor

Die Deutsche Telekom plant den Einsatz von 50G-PON als Nachfolger von XGS-PON. Erste Labor-Tests finden bereits statt, um die Netze für Multigigabit-Bandbreiten vorzubereiten.
/ Achim Sawall
22 Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)
CTIO Volker Libovsky (rechts) im Testlabor von Magenta Telekom (Bild: Magenta Telekom)
CTIO Volker Libovsky (rechts) im Testlabor von Magenta Telekom Bild: Magenta Telekom

Die Deutsche Telekom hat den neuen Glasfaserstandard 50G-PON bereits vor Jahren getestet und bereitet einen Einsatz für Kunden vor. Das hat ein Telekom-Sprecher Golem auf Anfrage gesagt. "Seit 2024 testen wir die 50G-PON-Technologie in unserem Labor und arbeiten eng mit den etablierten Herstellern in unserem Netz zusammen. Parallel verfolgen wir die Marktentwicklung kontinuierlich und bereiten den künftigen Einsatz von 50G-PON für unsere Kunden vor", erklärte er.

Die wichtigsten Lieferanten für die FTTH-Ausrüstung der Telekom sind der US-Konzern Adtran, Nokia aus Finnland, mit immer stärker werdenden Bindungen an die USA und Huawei aus China.

"Unsere Strategie-Roadmap sieht 50G-PON als Nachfolgetechnologie von XGS-PON vor, um künftig noch höhere Bandbreiten sowie innovative Dienste für FTTH-Anschlüsse bereitzustellen", sagte der Sprecher.

Bisher veröffentlichte die Telekom zu 50G-PON-Testläufen in ihren Laboren in Deutschland keine Informationen. Die österreichische Telekom-Tochter Magenta Telekom erreichte im Dezember 2024(öffnet im neuen Fenster) in einem Testlabor in Wien-Favoriten eine Datenrate von 50 GBit/s. Darauf folgte ein Feldversuch in Österreich im Dezember 2024. Dabei erzielten die Magenta-Techniker einen Gesamtdurchsatz von 49,5 GBit/s über eine einzelne Glasfaser und einen einzelnen 50G-PON-Port.

"Vorrangig wird 50G-PON im Geschäftskundenbereich ein Thema sein. Denkbare Szenarien sind superschnelle Anbindungen von Serverzentren, Cloud-Anbietern oder Campus-Lösungen etwa im Medienbereich. Da Magenta die modernsten und leistungsstärksten Standleitungen Österreichs anbietet, ist der Standort für die digitale Zukunft bestens gerüstet", erklärte Magenta.

Gesamtdurchsatz von 49,5 GBit/s

Auf Linkedin gab der Chief Executive Officer von Magenta bekannt(öffnet im neuen Fenster), dass es sich um einen Triple-Mode-Test mit 50G-PON, XGS-PON und GPON gehandelt habe: Dabei "erzielten unsere Teams einen Gesamtdurchsatz von 49,5 GBit/s."


Relevante Themen