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FTTH: Telefónica/O2 bietet 1 GBit/s mit Rabatt an

Vor über zwei Jahren angekündigt, beginnt jetzt die Vermarktung von schnellen FTTH-Zugängen der Telekom durch Telefónica / O2 . Man versucht, billiger zu sein als die anderen.
/ Achim Sawall
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Netzausbau der Telekom (Bild: Deutsche Telekom)
Netzausbau der Telekom Bild: Deutsche Telekom

Telefónica/O2 vermarktet ab Ende November 2022 auch FTTH-Zugänge im Netz des Konkurrenten Deutsche Telekom. Das gab der Mobilfunkbetreiber Telefónica/O2 am 16. November 2022 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Im Angebot sind Zugänge mit einer Datenrate von bis zu 1 GBit/s in Download.

Ab Februar 2023 werden auch O2-My-Home-Bestandskunden in das Glasfaser-Netz der Telekom wechseln können. Wo verfügbar, gilt dies auch für die Glasfaser-Netze der Betreiber Unsere Grüne Glasfaser (UGG) oder Wilhelm.tel. Neue Festnetzkunden und O2-Mobilfunkkunden erhalten einen Rabatt von 10 Euro/Monat in den ersten zwölf Monaten.

Der schnellste Zugang O2 my Home XXL bietet bis zu 1 GBit/s im Download und 200 MBit/s im Upload. Monatlich kostet das Produkt 79,99 Euro, die Vertragslaufzeit beträgt 24 Monate. Die ersten zwölf Monate kosten jeweils 69,99 Euro. O2-Mobilfunkkunden zahlen nach dem Ende des Rabatts nur 74,99 Euro monatlich.

UGG ist das Glasfaser-Joint-Venture von Allianz und dem spanischen Telefónica-Konzern, das in Deutschland sechs Milliarden Euro für Glasfaser in ländlichen Regionen ausgeben will. UGG vermarktet seine Kundenzugänge nicht selbst.

Telekom will Netze auslasten

Das Kontingentmodell erlaubt der Telekom, langfristig die Auslastung ihrer Netze zu sichern, während Telefónica Zugriff auf die Netze der Telekom hat. Bereits im Oktober 2020 haben Telefónica und die Telekom ihre Festnetz-Partnerschaft verlängert und den Zugang auf FTTH-Anschlüsse erweitert .

Bereits seit Jahren besteht eine Kooperation mit der Telekom im Festnetzbereich. Telefónica hatte im Mai 2013 angekündigt, VDSL- und Vectoring-Vorleistungsprodukte der Telekom zu nutzen und den Ausbau des Konkurrenten mitzufinanzieren. "Die Telekom kann so die Investitionsrisiken teilen und den weiteren Ausbau forcieren" , wurde dies begründet .

Im Großraum Hamburg betreibt Telefónica Deutschland bereits seit 2010 eine Kooperation mit dem City-Carrier Wilhelm.tel, dem auch das Festnetz von Hansenet/Alice verkauft wurde. Vom eigenen Festnetz hatte sich Telefónica im Jahr 2013 verabschiedet und baute seit dem Jahr 2015 kontinuierlich die eigenen Hauptverteiler zurück. Dieser Rückbau erfolgte bis Ende 2018 flächendeckend.


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