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FTTH: Netzbetreiber bietet 1 GBit/s symmetrisch für 90 Euro an

Deutsche Giga Access und BBV Deutschland haben besondere FTTH-Tarife im Angebot. Nun will man in Essen ausbauen, doch Vodafone und die Telekom auch.
/ Achim Sawall
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Chris kommt unter die Erde. (Bild: Deutsche Giga Access)
Chris kommt unter die Erde. Bild: Deutsche Giga Access

Deutsche Giga Access und BBV Deutschland wollen den Süden der Stadt Essen mit FTTH ausstatten. Das gaben die Glasfasernetzbetreiber am 16. Januar 2023 bekannt. Im schnellsten Tarif werden 1 GBit/s symmetrisch angeboten, wobei die hohe Datenrate vom Netzbetreiber laut Produktinformationsblatt sogar als Mindestgeschwindigkeit garantiert wird. Der Einstiegstarif bietet 300 MBit/s. Die Vertragslaufzeit geht nur über 12 Monate. Ein reiner Internetzugang kostet monatlich 90 Euro, mit Telefonie sind 95 Euro zu zahlen.

Doch in der Stadt Essen sind schon einige große Netzbetreiber aktiv. So wollen bereits Ruhrfibre und Vodafone hier in den kommenden drei Jahren rund 150.000 neue FTTH-Anschlüsse bauen, gab Vodafone am 13. Dezember 2022 bekannt. Das Vorhaben wurde von den Projektpartnern gemeinsam mit Oberbürgermeister Thomas Kufen im Rathaus der Stadt vorgestellt. Vodafone versorgt zudem mit seinem Kabelnetz bereits über 200.000 Haushalte in Essen mit Docsis 3.1 und Datenraten bis zu 1 GBit/s, was laut Unternehmensangaben "durch zahlreiche Modernisierungsmaßnahmen und zusätzliche Glasfaserknoten" stabilisiert werden soll.

FTTH in Essen

Auch die Deutsche Telekom will in Essen bis zum Jahr 2026 jährlich rund 50.000 Haushalte mit FTTH versorgen. Der Ausbau wurde am 28. März 2022 angekündigt(öffnet im neuen Fenster) und ist bereits in vollem Gange. Bis zum Jahr 2026 sollen über 250.000 Haushalte ausgebaut werden. Die Ruhrgebietsstadt hat insgesamt 332.000 Haushalte.

Von Deutsche Giga Access und BBV Deutschland sollen die Stadtteile Werden, Heidhausen, Fischlaken, Stadtwald und Rellinghausen erschlossen werden. Rund 18.000 Haushalte und Gewerbebetriebe könnten von 1 GBit/s erhalten. Die geplanten Investitionen zur Erschließung der Stadtteilgebiete belaufen sich auf rund 20 Millionen Euro. Die Investitionssumme wird nach den Angaben eigenwirtschaftlich und ohne öffentliche Steuermittel finanziert. Am 16. Januar beginnen die Partner die Vermarktung unter der Marke Chris. Deutsche Giga Access nutze dabei, wo immer möglich, bestehende Infrastrukturen wie Schächte, Kanäle und Leerrohrtrassen.

Die Deutsche Giga Access hat ihren Sitz in Essen und bietet Netzbetreibern den Aufbau als Wholesale-Partner an. Ziel ist auch der Zukauf regionaler Anbieter, um einen Marktteilnehmer mit "relevanter Bedeutung" aufzubauen.

Der Infrastrukturfonds Infrafibre Germany kaufte im Jahr 2020 den Glasfaserbetreiber BBV Deutschland und zuvor Leonet aus Bayern. BBV Deutschland baute unter der Marke Toni unterversorgte Gebiete in den Bundesländern Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Thüringen aus.


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