FTTH: Grüne wollen Staatsanteil an der Telekom verkaufen

Die Grünen wollen den Ausbau mit Fiber-To-The-Home in Deutschland über einen Ausverkauf der Staatsanteile an der Telekom finanzieren. Das soll zehn Milliarden Euro einbringen.

Artikel veröffentlicht am ,
Telekom-Staatsanteil soll verkauft werden.
Telekom-Staatsanteil soll verkauft werden. (Bild: Marc-Steffen Unger/Deutscher Bundestag)

Die Grünen wollen die Anteile des Bundes an der Deutschen Telekom verkaufen und das Geld in den Glasfaserausbau investieren. "Wir müssen viel Geld in die Hand nehmen, um nachhaltig in die Breitbandförderung zu investieren", sagte Tabea Rößner, Sprecherin digitale Infrastruktur der Grünen, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ). "Das heißt in leistungsfähige Glasfaserkabel und keine Zwischenlösung wie Vectoring."

Stellenmarkt
  1. Systemadministrator - Key User (w/m/d) CAFM System (Navision)
    Apleona HSG Südwest GmbH, Mannheim
  2. Spezialist (m/w/d) IT-Security
    AOK Systems GmbH, Berlin, Bonn, Frankfurt am Main, Hamburg, München
Detailsuche

Die Grünen erwarten durch den Verkauf der direkten Anteile, die der Bund an der Telekom hält, Erlöse von etwa zehn Milliarden Euro. Das Geld solle in den Ausbau des Breitbands fließen. Der Bund und die staatseigene KfW kontrollierten zusammen 31,9 Prozent an der Telekom.

Die Bundesregierung vergebe Fördermittel an die Telekom und damit an einen Konzern, der zu einem großen Teil dem Staat gehöre. "Aus ordnungspolitischer Sicht wäre ein Verkauf der Anteile also geboten, und es würde Geld für Investitionen bringen."

Auch der Grünen-Politiker Alexander Bonde, Minister für den ländlichen Raum und Verbraucherschutz in Baden-Württemberg, tritt für die Privatisierung der Telekom ein: Nur unter fairen Wettbewerbsbedingungen gelinge der notwendige Breitbandausbau. "Bisher ist Deutschland auch wegen der Sonderrolle der Deutschen Telekom eines der Schlusslichter beim Breitbandausbau in Europa", sagte er der FAZ. "Es wäre nicht nur ordnungspolitisch geboten, das Unternehmen jetzt endlich vollständig zu privatisieren." Auch nach Vorgaben der Bundeshaushaltsordnung sieht er keine Rechtfertigung mehr für einen Teilbesitz des Bundes.

Golem Akademie
  1. ITIL 4® Foundation: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    24.–25. Januar 2022, virtuell
  2. Unity Basiswissen: virtueller Drei-Tage-Workshop
    7.–9. Februar 2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Die Versorgung von Haushalten in Deutschland mit Fiber To The Home (FTTH) ist weiter extrem gering, hat sich jedoch zuletzt leicht verbessert. Laut FTTH-Council-Chef Hartwig Tauber könne Deutschland im Jahr 2015 "sehr wahrscheinlich" erstmals ein Prozent FTTH-Haushalte erreichen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


OdinX 02. Okt 2015

Dein Beispiel macht überhaupt keinen Sinn. Es kann nicht jeder Mensch seine eigenen...

Youssarian 30. Sep 2015

Der Zug für ein Veto ist vor fast 20 Jahren abgefahren. Insofern wäre der Verkauf der...

chefin 30. Sep 2015

Na, wenn du schon fragst: ja Wasser ist die einzige Kerninfrastruktur. Strom braucht man...

spezi 29. Sep 2015

Die Telekom bietet ja auch seit drei Jahren Aktionären die Möglichkeit, die Dividende...

DrWatson 29. Sep 2015

Wie kommst du zu der Annahme, das würde einfach so passieren? Man kann die Anteile auch...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Sam Zeloof
Student baut Chip mit 1.200 Transistoren

In seiner Garage hat Sam Zeloof den Z2 fertiggestellt und merkt scherzhaft an, Moore's Law schneller umgesetzt zu haben als Intel selbst.

Sam Zeloof: Student baut Chip mit 1.200 Transistoren
Artikel
  1. Elektrotransporter: Volkswagen zeigt künftigen ID. Buzz
    Elektrotransporter
    Volkswagen zeigt künftigen ID. Buzz

    Volkswagens Elektrobus ID.Buzz wird im März 2022 vorgestellt, doch einen ersten Blick gewährt VW schon jetzt.

  2. Corona-Pandemie: Baden-Württemberg hört Kritiker zur Luca-App an
    Corona-Pandemie
    Baden-Württemberg hört Kritiker zur Luca-App an

    Bevor Baden-Württemberg entscheidet, ob die Luca-App im Vorgehen gegen Corona weiter eingesetzt wird, kommen Kritiker und Betreiber zu Wort.

  3. Softwarefehler: iPhone 13 mit rosa eingefärbten Displays
    Softwarefehler
    iPhone 13 mit rosa eingefärbten Displays

    Einige Besitzer des Apple iPhone 13 berichten von einem rosafarbenen Bildschirm. Apple spricht von einem Softwarefehler, der behoben werde.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • RTX 3080 Ti 12GB 1.699€ • Intel i9 3,7-5,3 Ghz 441,41€ • Huawei Curved Gaming-Monitor 27" 299€ • RX 6900 16GB 1.449€ • MindStar (u.a. Intel i7 3,8-5,1 Ghz 279€) • Alternate (u.a. DeepCool AS500 Plus 54,90€) • Corsair Vengeance RGB RT 16-GB-Kit DDR4-4000 114,90€ [Werbung]
    •  /