FTTH: Google Fiber blamiert sich in Atlanta

Im Januar 2015 kündigte Google Fiber den FTTH-Ausbau in Atlanta an. Doch bisher wurden kaum Haushalte angeschlossen, aber viel Geld ausgegeben und Straßen aufgerissen.

Artikel veröffentlicht am ,
Google Fiber in Atlanta
Google Fiber in Atlanta (Bild: Google Fiber)

Seit über drei Jahren warten die Bewohner des Großraums Atlanta auf ihren Internetzugang von Google Fiber. Laut einem Bericht des Atlanta Magazine hat der Konzern zwar begonnen, kostspielige Technik aufzubauen, aber das Versprechen, die Stadt mit FTTH (Fiber To The Home) zu versorgen, wurde bisher nicht eingelöst.

Inhalt:
  1. FTTH: Google Fiber blamiert sich in Atlanta
  2. Das langsames Sterben von Google Fiber

Die einzigen angeschlossenen Haushalte in der Stadt College Park sind in dem 41 Millionen US-Dollar schweren Apartment-Komplex Pad, berichtet die Radiostation WABE-FM, die zusammen mit Atlanta Magazine recherchiert hat. Der Projektentwickler Rod Mullice sagte, er habe dafür persönlich und aggressiv Lobbyarbeit bei Google Fiber betrieben, zudem wäre Dark Fiber nicht weit des Pads zu finden gewesen. Mullice sagte, die Bewohner des Parks hätten nichts als positive Erfahrungen mit Google Fiber gemacht. "Es macht mir keine große Freude", sagte er. "Ich möchte, dass jeder es hat."

Google Fiber: Angeblich in hundert Gebäuden verfügbar

Google Fiber gesteht das Problem teilweise ein. "Leider hat unser Rollout in Atlanta unsere ursprünglichen Ziele nicht erreicht", sagte ein Sprecher von Google Fiber zu Atlanta Inno. "Jeden Tag verbinden wir neue Kunden in Atlanta und allen unseren Ballungszentren. Zu dieser Zeit sind wir in mehr als 100 Wohngebäuden mit mehreren Wohneinheiten und Bereichen mehrerer Stadtteile verfügbar."

Im Januar 2015 war der Google-Fiber-Ausbau in Atlanta angekündigt worden. Scott Levitan, Director Marketing bei Google Fiber, sagte: "Google Fiber wird Atlanta auf Augenhöhe mit den schnellsten Städten der Welt wie Seoul, Tokio und Zürich bringen." Doch eine Zusage für einen Start der FTTH-Netzes machte Google nie, erwartet wurde von den Stadtverwaltungen ein Zeitfenster von zwei Jahren.

Stellenmarkt
  1. SAP Inhouse Consultant Schwerpunkt Supply Chain (m/w/d)
    CREATON GmbH, Wertingen
  2. Mitarbeiter (m/w/d) Informations- und IT - Sicherheit
    Ratiodata SE, Frankfurt am Main, Münster
Detailsuche

Im Sommer 2016 begannen Bauarbeiter für Google Fiber Bürgersteige aufzureißen und Straßen abzusperren. Der Backbone des Systems ist ein kilometerlanger Ring aus Glasfaserkabel rund um die städtische Region. Von dort führen Glasfaserkabel zu sogenannten Fiber Huts in Garagengröße, wie Google seine PoP (Point of Present -Hauptverteiler) nennt. Innerhalb der Stadtgrenzen von Atlanta installierte Google zwischen Mitte 2015 und Anfang 2016 ein Dutzend der Fertigeinheiten, die jeweils rund 150.000 US-Dollar bis über 250.000 US-Dollar kosteten.

Google Fiber hat die Gesamtkosten des Atlanta-Projekts nicht öffentlich gemacht, aber sein erstes Ausbauprojekt in Kansas City soll laut Recode 1 Milliarde US-Dollar gekostet haben. Atlanta ist nicht die einzige Stadt, in der es kaum vorangeht.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Das langsames Sterben von Google Fiber 
  1. 1
  2. 2
  3.  


S-Talker 23. Mai 2018

Ich dachte mit "Present" ist die Gegenwart gemeint. Die ganze Installation ist mit...

Youssarian 23. Mai 2018

Och, er hat schon recht. Jeder kann Glasfaser von der Telekom bekommen, wenn nötig, bis...

solary 23. Mai 2018

Auch hier wurde früher oft Glasfaser erwähnt wie Nützlich es sein, aber der Wille fehlte...

WhiteWisp 23. Mai 2018

Überschrift Seite 2. Klingt irgendwie nicht ganz richtig



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Tesla-Fabrik
In Grünheide soll "totales Chaos" herrschen

Die Tesla-Fabrik in Grünheide hinkt ihren Produktionszielen noch weit hinterher. Es gibt zu wenig Personal oder die Mitarbeiter kündigen wieder.

Tesla-Fabrik: In Grünheide soll totales Chaos herrschen
Artikel
  1. Elbit Systems Deutschland: Neue Bundeswehr-Funkgeräte lösen Retrogeräte von 1982 ab
    Elbit Systems Deutschland
    Neue Bundeswehr-Funkgeräte lösen Retrogeräte von 1982 ab

    Vor rund einem Jahr hat das Beschaffungsamt der Bundeswehr für 600 Millionen Euro Tausende Funkgeräte aus dem Jahr 1982 nachbauen lassen. Nun werden ganz neue angeschafft.

  2. Europäischer Rat: Einigung über Bargeldobergrenze von 10.000 Euro
    Europäischer Rat
    Einigung über Bargeldobergrenze von 10.000 Euro

    Der Europäische Rat hat sich auf eine Bargeldobergrenze von 10.000 Euro verständigt. Auch Kryptowährungen sollen streng reguliert werden.

  3. Angespielt: Diablo 4 wird brutal, makaber und ein bisschen eklig
    Angespielt
    Diablo 4 wird brutal, makaber und ein bisschen eklig

    Open-World-Freiheiten, dynamische Events und eine geteilte Spielwelt: Golem.de hat Diablo 4 angespielt und mit den Entwicklern gesprochen.
    Von Olaf Bleich

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PS5 bei Amazon bestellbar • Tiefstpreise: Asus RTX 4080 1.689,90€, MSI 28" 4K 579€, Roccat Kone Pro 39,99€, Asus RTX 6950 XT 939€ • Alternate: Acer Gaming-Monitor 27" 159,90€, Razer BlackWidow V2 Mini 129,90€ • 20% Extra-Rabatt bei ebay • Amazon Last Minute Angebote [Werbung]
    •  /