FTTH: Glasfaserkabel durch den Wasseranschluss ins Haus

In dem neuen preiswerten Verfahren wird das Glasfaser-Kabel durch das Wasserrohr in die Gebäude geführt. Was in Pilotversuchen funktioniert, soll als Wasser-Faser-System bald breit eingesetzt werden.

Artikel veröffentlicht am ,
FTTH: Glasfaserkabel durch den Wasseranschluss ins Haus
(Bild: Cathal McNaughton/Reuters)

In einem neuen Verfahren führen die Stadtwerke Bonn und der Zweckverband Wasserversorgung Eifel-Ahr Glasfaserleitungen durch den Wasseranschluss ins Haus. Das gaben die Unternehmen am 20. März 2012 bekannt. "Im Kreis Ahrweiler gibt es neben sehr gut mit schnellen Internetanschlüssen ausgestatteten Gebieten noch weiße Flecken im dünnbesiedelten Westteil", sagte Landrat Jürgen Pföhler. Die Nutzung des rund 100 Kilometer langen Leerrohrnetzes des Zweckverbandes Wasserversorgung Eifel-Ahr könne für preiswerte Fibre-To-The-Home-Zugänge sorgen.

Stellenmarkt
  1. Technischer Projektleiter (w/m/d)
    Vertec GmbH, Hamburg, München, Zürich (Schweiz), Wien (Österreich) (Home-Office)
  2. Senior Cloud Engineer (m/w/d)
    Werum IT Solutions GmbH, Lüneburg
Detailsuche

In dem neuen Verfahren wird das Glasfaserkabel durch den Wasserhausanschluss in die Gebäude geführt. Im Rahmen üblicher Erneuerungsarbeiten könne so ohne weiteren Tiefbau ein Glasfaserhausanschluss hergestellt werden. Üblicherweise entfielen mehr als 70 Prozent der Kosten eines Glasfaseranschlusses auf den Tiefbau. "Verlegungskosten plus Tiefbauarbeiten plus Loch in die Hauswand stemmen", sagte Pföhler. Beim jetzt anvisierten Wasser-Faser-System werde das Glasfaserkabel mit dem Wasseranschluss verlegt, was die Kosten enorm verringere.

Nun sucht der Zweckverband Wasserversorgung Eifel-Ahr nach potenziellen Partnern, mit denen gemeinsam das Leerrohrnetz des Verbandes für Breitbandaktivitäten genutzt werden kann.

Die neue Technik sei vergleichbar mit einem Katheter: Ein Microductrohr, ein Leerrohr aus Kunststoff, wird durch den bestehenden Wasserhausanschluss von der Straße bis in das Haus geschoben. Das Microductrohr wird dann mit speziell entwickelten Formstücken mit der Trinkwasserleitung druckdicht verschweißt. Nach der Inbetriebnahme des Trinkwasseranschlusses kann anschließend über das Microductrohr eine Glasfaserleitung in das Haus geführt werden.

Golem Akademie
  1. Cinema 4D Grundlagen: virtueller Drei-Tage-Workshop
    14.–16. März 2022, Virtuell
  2. Cloud Computing mit Amazon Web Services (AWS): virtueller Drei-Tage-Workshop
    14.–16. Februar 2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Das Wasser-Faser-System (WFS) wurde im Oktober 2011 in Adenau bei zwei bestehenden Hausanschlüssen als Pilotanwendung realisiert. Ein Untersuchungsprogramm zu möglichen Auswirkungen auf das Trinkwasser des Hygieneinstitutes der Universität Bonn der Trinkwasserkommission hätte "sehr positive Ergebnisse" gebracht. Derzeit laufe das grundsätzliche Genehmigungsverfahren beim DVGW (Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches) zur Zulassung. In einem nächsten Schritt soll dies in einem groß angelegten Feldversuch getestet werden. Der Zweckverband hat sich deshalb mit einigen Partnern aus Industrie und Wissenschaft um entsprechende Forschungsgelder des Bundes beworben.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


chris.w 26. Mär 2012

Wenn Du mal unter die Gehwegplatten eines Bürgersteigs geschaut hättest, könntest Du dir...

posix 26. Mär 2012

Der springende Punkt ist wohl eher die Reinigung von Kanalisationsrohren. Dort ist es...

__destruct() 24. Mär 2012

Ein Ergebnis einer Untersuchung dieser Art kann höchstens positiv sein und zwar dann...

belugs 23. Mär 2012

Hi, ob es wirklich günstiger ist kann ich auch nicht sagen. Es ist sicher stark vom...

RcRaCk2k 23. Mär 2012

Das mit dem T-Stück ist richtig. Das Problem ist nur, dass auf der Wasserleitung ein...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Open Source
"Antworten Sie innerhalb von 24 Stunden"

Die E-Mail eines großen Konzerns an den Entwickler von Curl zeigt wohl eher aus Versehen, wie problematisch das Verhältnis vieler Firmen zu Open-Source-Software ist.

Open Source: Antworten Sie innerhalb von 24 Stunden
Artikel
  1. Übernahme: Nvidia soll ARM-Kauf intern aufgegeben haben
    Übernahme
    Nvidia soll ARM-Kauf intern aufgegeben haben

    Der Widerstand der Regulierungsbehörden bezüglich der ARM-Übernahme durch Nvidia ist zu groß, ein Börsengang ARMs wird in Frage gestellt.

  2. Elektro-Pick-up: Neuer Tesla-Cybertruck-Prototyp gefilmt
    Elektro-Pick-up
    Neuer Tesla-Cybertruck-Prototyp gefilmt

    In einem Video wird ein neuer Cybertruck-Prototyp von Tesla im Detail gezeigt. Es stammt vermutlich aus der Gigafactory in Texas.

  3. Salzgitter AG / Ørsted: Windkraft für die Stahlindustrie
    Salzgitter AG / Ørsted
    Windkraft für die Stahlindustrie

    Der Stahlkonzern Salzgitter und der dänische Energiekonzern Ørsted wollen bei grünem Wasserstoff und Stahl zusammenarbeiten.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Palit RTX 3080 12GB 1.548,96€ • Acer Curved Gaming-Monitor 27" 259€ • Corsair 16GB DDR4-4000 111,21€ • MindStar (u.a. 8GB DDR5-4800 89€) • 10% auf Gaming bei Ebay (u. a. Gigabyte 34" Curved UWQHD 144Hz 429,30€) • Razer Gaming-Stuhl 179,99€ • 4 Blu-rays für 22€ [Werbung]
    •  /