FTTH: Für Glasfaserausbau fehlen Fachkräfte und Tiefbauunternehmen

Der Ausbau der Breitbandversorgung mit Glasfaserkabeln geht in Deutschland nur langsam voran. Wie der Verband der Elektrotechnik (VDE) am 4. März 2020 zum Start der Initiative "Fachkräfte für den Glasfaserausbau" bekanntgab(öffnet im neuen Fenster) , fehlen Tiefbauunternehmen und qualifizierte Fachkräfte. Bei der Planung und dem Bau der Netze kommt es zu Verzögerungen oder Stopps, weil den Genehmigungsbehörden Kenntnis, Kapazität und Ausstattung fehlen.
Die Ziele der Bundesregierung, bis zum Jahr 2025 den ländlichen Raum an die Breitbandversorgung anzuschließen und jedem Haushalt einen Zugang zu schnellem Internet zu ermöglichen, lassen sich laut VDE kaum erreichen. Die neue Internetseite soll dem Mangel an Arbeitskräften im Bereich Glasfaserausbau in Deutschland entgegenwirken.
Trotz erheblicher Investitionen der ausbauenden Unternehmen und der Bemühungen von Bund, Ländern und Kommunen mangelt es häufig an Personal, erklärte(öffnet im neuen Fenster) der Verband kommunaler Unternehmen. Deutschland benötige dringend qualifizierte und kompetente Fachkräfte entlang der gesamten Wertschöpfungskette des Glasfaserausbaus.
Die Initiative Fachkräfte für den Glasfaserausbau gibt unter glasfaserausbau.org(öffnet im neuen Fenster) einen Überblick über bundesweite Weiterbildungsmöglichkeiten und stellt grundlegende Informationen für interessierte Unternehmen und Arbeitskräfte zur Verfügung.
Ziel ist es, die benötigten Hilfs- und Fachkräfte durch Schulungsmaßnahmen mit Know-how auszustatten. Unternehmen, Kommunen und Weiterbildungseinrichtungen sollen dort entsprechende Informationen finden. Michael Wübbels, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Verbands kommunaler Unternehmen, sagte: "Viele kommunale Unternehmen bauen selbst Glasfaser aus – besonders im ländlichen Raum. Damit der Ausbau gelingt, brauchen wir – neben guten rechtlichen Rahmenbedingungen – qualifizierte Fachkräfte, die kompetent sind, die Infrastruktur für die digitale Welt ganz analog vor Ort auszubauen."