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FTTH/FTTB: Oberirdische Glasfaser spart 85 Prozent der Kosten

Es lässt sich viel Geld sparen beim Bau von Fiber-To-The-Home-Netzen. Das ergab eine Studie und Expertenbefragung mit ausbauenden Unternehmen. Doch kurzfristig wird der Netzbetreiber nicht reich.

Artikel veröffentlicht am ,
Glasfaser oberirdisch
Glasfaser oberirdisch (Bild: Deutsche Telekom)

Die oberirdische Verlegung von Glasfaser bietet Einsparpotentiale von 70 bis 85 Prozent. Das hat das Wissenschaftliche Institut für Infrastruktur und Kommunikationsdienste (WIK) in einer Studie für den Bundesverband Breitbandkommunikation (Breko) festgestellt (PDF). Für die Studie wurden nicht nur wissenschaftliche Fakten herangezogen, sondern auch Experten-Interviews mit Glasfaser-ausbauenden Unternehmen geführt. Danach gebe es verschiedene Möglichkeiten, wie Kosteneffizienz beim FTTB/H-Ausbau realisiert werden kann.

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Moderne Verlegungsmethoden wie Mini-Trenching oder Hydro-Verfahren - also Bohrspülungen - könnten im Einzelfall die Verlegekosten um rund 30 Prozent senken. Die Mitverlegung der Glasfaser könne im Einzelfall die Tiefbaukosten um bis zu 30 Prozent reduzieren. Laut einem Zahlenbeispiel hat das erhebliche Auswirkungen: Wenn bei Investitionskosten je angeschlossenem Teilnehmer von 5.000 Euro 30 Prozent gespart werden, würden diese auf 3.500 Euro gesenkt. Dies habe bei einer 10-jährigen Abschreibungsdauer zur Folge, dass die monatlichen Kapitalkosten von 54,17 Euro auf 37,92 Euro sinken, rechnete das WIK vor.

500 MBit/s und mehr

Im Bundesdurchschnitt liege demnach die Take-up-Rate bei Fiber-To-The-Building (FTTB) und Fiber-To-The-Home (FTTH) bei nur rund 24 Prozent. Erfolgreiche FTTB/H-Anbieter erreichten eine hohe Nutzungsrate: Die Stadtwerke Neumünster kämen auf 54 Prozent, Elementmedia erreichte 57 Prozent. "Wir erwarten, dass 2025 75 Prozent aller Haushalte Bandbreiten von 500 MBit/s und mehr nachfragen werden", hieß es in der Präsentation des WIK.

Glasfaserinvestitionen blieben aber Infrastrukturprojekte mit langer Laufzeit und entsprechenden Abschreibungsdauern, was durch die Kapitalgeber akzeptiert werden müsse. Beispiele dafür seien die Deutsche Glasfaser, für die der Finanzinvestor KKR rund 450 Millionen Euro bereitststellte, sowie Inexio, eine Mehrheitsbeteiligung durch den Investor Warburg Pincus, wo der ehemalige Deutsche Telekom-Chef René Obermann Managing Director und Partner ist.



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Ovaron 27. Jun 2016

Wenn ich das Schweizer Modell richtig verstanden habe sind vier Fasern pro Wohnung...

M.P. 27. Jun 2016

https://www.ednetze.de/fileadmin/ednetze/PDF/Kunde/Netzkunden/Netzanschluss/Informationen...

belugs 26. Jun 2016

bis Buchwert 0 bzw. 1 ¤ Den Zeitraum kann man auch nicht beliebig festlegen.

neocron 26. Jun 2016

Du meinst die billigen Gpon anschluesse, die hier im Forum verpoent werden? Im uebrigen...

RipClaw 25. Jun 2016

So teuer ist das ganze auch nicht. Du kannst die Preise die ein Endkunde zahlt nicht mit...


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