FTTH/FTTB: Mecklenburg-Vorpommern saugt die Breitbandförderung auf
Das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern hat seine 24 Anträge zum Ausbau schneller Internetverbindungen auf dem Land genehmigt bekommen. Das sagte Ministeriumssprecher Steffen Wehner Golem.de auf Anfrage. "Inzwischen wurden im zweiten Call weitere 67 Anträge eingereicht. Diese liegen noch beim Bund. Bis zum 15. Juli läuft eine Frist, bis zu der die Antragsteller mögliche Nachfragen zu ihren Anträgen beantworten müssen."
Auf dem Kongress Tele-Kompass des VATM (Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten) hatte Tobias Miethaner vom Bundesverkehrsministerium erklärt: "Die Mehrzahl der derzeitigen Förderbescheide ging an FTTB/H-Ausbauprojekte."
Über Technik noch nicht endgültig entschieden
Die Informationen von Golem.de aus Netzbetreiberkreisen, nach denen sich die Aussage hauptsächlich auf das Bundesland bezieht, bestätigte Wehner: "Ja, um größtmöglich Fördermittel zu sichern, erfolgte die Antragstellung im ersten Call(öffnet im neuen Fenster) auf Grund der höchsten Angebote im Interessenbekundungsverfahren zu Fiber To The Building (FTTB), beziehungsweise teilweise auf Grund der FTTB-Berechnungen des Tüv." Die letztendlich zu verbauende Technologie werde aber erst durch die verbindlichen Angebote im Rahmen des Vergabe- und Auswahlverfahrens bestimmt.
Rund 50 Prozent der Haushalte im Land könnten laut Angaben des Ministeriums für Infrastruktur des Landes bereits heute über Bandbreiten von mindestens 50 Mbit/s verfügen. Es besteht aber ein Gegensatz der Versorgung zwischen städtischen Bereichen und dem ländlichen Raum. Im ländlichen Raum liegt die Abdeckung nur bei knapp 15 Prozent, dort leben wenige Menschen auf großer Fläche.
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