FTTH: Eigenheimbesitzer wollen Glasfaseranschluss lieber gratis

Die Mehrheit der Eigenheimbesitzer (34 Prozent) würde sich einen Glasfaseranschluss nur dann legen lassen, wenn er nichts kostet. 28 Prozent würden einmalig maximal 500 Euro pro Immobilie ausgeben. Das ist das Ergebnis einer nach den Angaben repräsentativen Umfrage(öffnet im neuen Fenster) im Auftrag des IT-Branchenverbands Bitkom unter 519 Internet-Haushalten mit Immobilienbesitz. Nur 4 Prozent würden bis zu 1.000 Euro für ihren Glasfaseranschluss zahlen, niemand würde mehr ausgeben.

Für viele Wohneigentümer seien Anreize interessant, mit denen die Anschlusskosten gesenkt würden. Fast die Hälfte (45 Prozent) ließe sich Glasfaser legen , wenn die Kosten durch staatliche Förderung vergünstigt würden, etwa durch Gutscheine. Vier von Zehn (42 Prozent) wären dazu bereit, wenn sie die Anschlusskosten steuerlich absetzen könnten. Bürger und Unternehmen sollen bis zu 1.500 Euro Prämie für den Anschluss an Glasfaseranschlüsse bis ins Gebäude erhalten. Das hatte der Bundesverband Breitbandkommunikation (Breko) im September 2017 gefordert . Ein Teil der Fördermittel sollte künftig darauf verwendet werden, Anreize für eine höhere Nachfrage nach zukunftssicheren Glasfaseranschlüssen bis direkt ins Gebäude zu schaffen.
Zahl der Ausbaugegner erstaunlich hoch
Jeder fünfte Immobilieneigentümer (21 Prozent) würde in keinem Fall Glasfaser in sein Haus oder seine Wohnung legen lassen. Dabei ist die Mehrheit der Internet-Haushalte mit Wohneigentum mit 57 Prozent grundsätzlich überzeugt, dass ein Glasfaseranschluss den Wert der eigenen Immobilie steigern würde.
Grundlage der Angaben ist eine telefonische Befragung von Bitkom Research im Auftrag des Bitkom. Dabei wurden insgesamt 999 Haushalte mit Internetanschluss befragt, davon aber nur 519 Internet-Haushalte mit Immobilienbesitz als Teilgruppe der Haushalte mit Internetanschluss. Alle Angaben beziehen sich auf die Teilgruppe der Immobilienbesitzer.