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FTTH: Deutsche Telekom will in Köln ihr Super Vectoring überbauen

Während die Telekom in Köln 100.000 Haushalte mit FTTH versorgen will, hat Netcologne vor, für Köln auf 100 Prozent Glasfaser zu kommen. Ein Konflikt.
/ Achim Sawall
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Glasfaser ist in Köln keine totale Neuerung. (Bild: Deutsche Telekom)
Glasfaser ist in Köln keine totale Neuerung. Bild: Deutsche Telekom

Die Deutsche Telekom will in Köln ihre eigenen Vectoringzugänge mit Glas überbauen, weniger das bestehende Glasfasernetz von Netcologne. Telekom-Sprecher Johannes Maisack sagte Golem.de auf Anfrage: "In erster Linie ersetzen wir unsere bestehende Infrastruktur nun auch auf der letzten Meile durch direkte Glasfaseranschlüsse. Bislang haben wir große Teile Kölns bereits mit Super Vectoring versorgt." Die Formulierung schließt den Überbau aber auch nicht völlig aus.

Die Telekom will bis zum Jahr 2025 rund 100.000 Haushalte in Köln direkt mit Glasfaseranschlüssen versorgen. Das gab der Netzbetreiber auf der Messe Digital X bekannt(öffnet im neuen Fenster) . "Glasfaser ist die technologisch überlegene und nachhaltige Infrastruktur – auch für Köln" , betonte Maisack im Gespräch mit Golem.de.

Die Ankündigung der Telekom stößt in Köln jedoch auf den lokalen Marktführer Netcologne. "Wie Sie wissen, ist Netcologne der Kölner Telekommunikationsanbieter. Bereits seit der Unternehmensgründung im Jahre 1994 bauen wir Glasfaseranschlüsse aus und haben somit schon vor über 25 Jahren erkannt, wie wichtig, leistungsfähig und nachhaltig diese Übertragungstechnologie ist. Netcologne verfügt über ein flächendeckendes Glasfasernetz, mit dem bereits 70 Prozent des Kölner Stadtgebiets ausgebaut ist" , sagte Unternehmenssprecherin Jennifer Becker Golem.de.

Überbauen wirtschaftlich nicht sinnvoll

Durch den eigenwirtschaftlichen Ausbau und die Weiße-Flecken-Förderung mit der Stadt Köln wolle man auf 100 Prozent Glasfaser kommen. "Wir sehen den Ausbauplänen der Telekom also mit Interesse entgegen, gehen aber davon aus, dass sie nicht unsere bereits erschlossenen oder im Ausbau befindlichen Glasfaser-Gebiete überbauen wird. Dies wäre aus unserer Sicht zum einen wirtschaftlich nicht sinnvoll, zum anderen würden damit auch die Breitbandziele der Bundesregierung nicht unterstützt" , sagte die Sprecherin. Netcologne ist im Raum Köln, Bonn, Leverkusen, Aachen, Düren, Düsseldorf und Neuss aktiv. Die Region Köln/Bonn zählt 3,6 Millionen Einwohner.


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