FTTH: Deutsche Telekom kooperiert mit Wilhelm.tel

Die Telekom baut in Hamburg massiv Glasfaser aus. Wilhelm.tel aus Norderstedt öffnet sich komplett dem übermächtigen Konzern.

Artikel veröffentlicht am ,
Kopfstelle von Wilhelm.tel
Kopfstelle von Wilhelm.tel (Bild: Wilhelm.tel)

Die Deutsche Telekom und der lokale Netzbetreiber Wilhelm.tel haben eine Absichtserklärung unterzeichnet, derzufolge die Telekom im Netz des kleineren Anbieters ihre Produkte anbieten kann. Das gab die Telekom am 2. März 2022 bekannt. Damit geht das Unternehmen ein Bündnis mit Wilhelm.tel und dessen Geschäftsführer Theo Weirich ein, der seit Jahren zu den schärfsten Kritikern der Telekom gehört hat.

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Die Telekom werde ihre Produkte voraussichtlich ab Ende 2022 im gesamten Glasfaser-Ausbaugebiet von Wilhelm.tel vermarkten, erklärten die Partner. Im April 2021 hatte der Telekom-Konzern bekanntgegeben, bis zum Jahr 2025 rund 540.000 Haushalte in Hamburg mit Glasfaser versorgen zu wollen. Der Ausbau solle jedoch in Gebieten erfolgen, die Wilhelm.tel noch nicht erschlossen habe, hieß es am Mittwoch. So werde ein Überbau bestehender FTTH-Infrastrukturen vermieden.

Weirich: Telekom wird den Wettbewerb beleben

"Die Metropolregion Hamburg insbesondere mit Norderstedt steht hier bundesweit auf dem ersten Platz. Ich gehe davon aus, dass die Telekom hier den Wettbewerb beleben wird", erklärte Weirich zu FTTH. Dido Blankenburg, Vorstandsbeauftragter für Breitbandkooperationen bei der Telekom sagte, man freue sich sehr, "dass wir mit Wilhelm.tel in den Gesprächen eine grundsätzliche Einigung erzielen konnten. Jetzt gehen wir voller Elan daran, die Verträge zu finalisieren und die Umsetzung zu gestalten".

Wilhelm.tel ist über die Stadtwerke im Besitz der Stadt Norderstedt, die an Hamburg angrenzt. Mit dem Netzbetreiber Willy.tel in Hamburg ist Wilhelm.tel partnerschaftlich verbunden. Weirich hatte im Mai 2019 erklärt: "In Norderstedt und Teilen Hamburgs hat die Telekom nur noch einen Marktanteil von 15 Prozent." Er betonte auf Branchenveranstaltungen oft, dass das Vectoring der Telekom den Glasfaserausbau in Deutschland behindere. Zugleich forderte er die Telekom immer wieder zur Zusammenarbeit bei der Vermarktung und dem Ausbau von FTTH auf. Das Vorhaben der Telekom, in Hamburg 540.000 Haushalte mit Glasfaser zu versorgen, dürfte die Grundlage für den Vertragsschluss gewesen sein.

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Dr. Richard... 04. Mär 2022

Umformuliert? Da steht doch immer noch "Wilhelm.tel aus Norderstedt öffnet sich komplett...

spezi 03. Mär 2022

Die Telekom lässt auch andere auf ihr FTTH-Netz. Bei 1&1 begannen kürzlich die...

At-M 03. Mär 2022

Als Glasfaser-Laie habe ich da mal eine Frage.. Wenn die Telekom nun sehr viel über die...

voidyvoid 03. Mär 2022

Vectoring hat den Glasfaserausbau beschläunigt, da man massiv das Netz mit Glasfaser...



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