FTTH: Deutsche Glasfaser erhöht die Datenraten

Die Deutsche Glasfaser stellt die Downloadraten für ihre Tarife um. Das gab das Unternehmen am 11. Juni 2018 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Geboten werden ohne Aufpreis 200 statt 100, 400 statt 200 und 600 statt 500 MBit/s. Der Tarif mit 100 MBit/s fällt weg.
Mit dem derzeit 1-Gigabit/s-Internetzugang sei die Leistungsfähigkeit im Terabit-fähigen Glasfasernetz nicht einmal annähernd ausgereizt. Im ersten Jahr kostet der schnelle Internetzugang pro Monat 104,99 Euro. Bei einer Vertragslaufzeit von zwei Jahren erhöht sich der Preis monatlich ab dem 13. Monat auf 159,99 Euro. Das bedeutet umgerechnet für DG Premium 1000 einen monatlichen Preis von 132,49 Euro. Dazu kommt eine Bereitstellungsgebühr von einmalig 50 Euro. Geschäftskunden können bereits heute bis zu 10 GBit/s buchen.
Deutsche-Glasfaser-Chef spricht von technischer Bevormundung
Uwe Nickl, Geschäftsführer von Deutsche Glasfaser, sagte: "Nach wie vor werden ländliche Kommunen mit kupferbasierten Übergangstechnologien vertröstet, die nicht annähernd zeitgemäße Bandbreiten erzielen. Die Bürger im ländlichen Raum, aber auch Kommunen, Wirtschaftsförderer und Unternehmen wollen diese technische Bevormundung nicht länger hinnehmen."
Doch auch Glasfaser ist ein Shared Medium, und zwar ab der Kopfstelle. Auch wenn 1 GBit/s zwischen Kundenanschluss und Kopfstelle möglich ist, sind bei 500 Kunden schon 500 GBit/s zur nächsten Vermittlungsebene notwendig. Die Netzbetreiber rechnet meist damit, dass nicht alle Nutzer gleichzeitig die volle Datenübertragungsrate nutzen. Ausnahme sind die wenigen 1:1-Leitungen zwischen benachbarten Unternehmensstandorten, und auch diese Leitungen müssen sich mehrere Nutzer teilen.