FTTH Council Europe: Kupferabschaltung in Deutschland immer noch nicht geplant

Andere Länder sind bei der Abschaltung des alten "Klingeldrahts" schon weiter und haben nationale Planungen angekündigt. Im Vectoring-Land Deutschland wird das noch auf lange Sicht nicht erwartet.

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Glas und Kupfer sind nicht getrennt.
Glas und Kupfer sind nicht getrennt. (Bild: Deutsche Telekom)

Länder wie Deutschland und Polen haben noch keinen konkreten Plan zur Kupferabschaltung in den Telekommunikationsnetzwerken angekündigt. Das geht aus einer Studie des WIK für den Branchenverband FTTH Council Europe hervor, die am 2. Dezember 2020 vorgestellt wurde. Der Abschluss der PSTN-Abschaltung in Deutschland - analoge und ISDN-Anschlüsse - dürfte jedoch die Migration erleichtern, wenn die Glasfaser weit verbreitet ist.

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Estland und Schweden sind demnach die aktivsten Länder auf dem Weg zur Kupferabschaltung. Seit dem vergangenen Jahr hat Estland laut Studie die größten Fortschritte unter den zehn analysierten europäischen Ländern erzielt, wo bis zu 80 Prozent der Kupferbestände im Jahr 2020 abgeschaltet wurden. Schweden sei auch erheblich in Richtung Migration vorangekommen. In Frankreich und den Niederlanden würden konkrete Pläne zur Abschaltung von Kupfer umgesetzt. In Großbritannien fänden derzeit dazu Gespräche statt, erklärte das WIK (Wissenschaftliches Institut für Infrastruktur und Kommunikationsdienst).

Zugleich verlaufe das Abschalten von Kupfer in Spanien und Portugal trotz des hohen FTTH/B-Penetrationsniveaus langsam.

Glasfasernetzwerke verursachen im Vergleich zu herkömmlichen Technologien 88 Prozent weniger Treibhausgasemissionen pro Gigabit, erklärte das WIK unter Berufung auf andere Untersuchungen.

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Glasfaser sei zudem 70 bis 80 Prozent zuverlässiger als Kupferdraht, wodurch die Betriebskosten wie Wartung und Fehlerbehebung erheblich reduziert würden.

Telekom müsste Kupferabschaltung ankündigen

Die Deutsche Telekom und andere haben 1,2 Milliarden Euro Förderung ausschließlich für den Vectoringausbau erhalten. Das sagte Frederic Ufer, Leiter Recht & Regulierung beim VATM (Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten) am 29. September 2020. Rund 80 Prozent davon gingen an die Telekom, betonte Ufer. Laut Ufer geht der Wettbewerberverband VATM davon aus, dass die Telekom ein Mehrfaches des Betrages eigenwirtschaftlich in den Vectoringausbau investiert hat. Eine Kupferabschaltung durch die Telekom wird daher noch lange nicht kommen. Wenn die Telekom das Kupfer abschaltet, müsste sie es vorher ankündigen. Dazu sei die Telekom verpflichtet, hebt Ufer hervor.

Die Telekom hat angekündigt, ab dem Jahr 2021 verstärkt FTTH auszubauen und will in der kommenden Woche dazu eine Ankündigung machen.

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TheBlueFire 10. Jan 2022

Was hier immer alle reden.... Telekom enteignen, heißt auch Deutsche Glasfaser enteignen...

spezi 02. Dez 2020

So einfach ist es wohl nicht unbedingt. In Dresden hatte die Telekom z.B. 2009 ein OPAL...

M.P. 02. Dez 2020

Da ist ja schon einiges bei der forcierten Abschaltung der PSTN-telefonie mit festem...



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