FTTH: Berlin-Gropiusstadt mit 100-MBit/s-Internetzugängen

QSC, Vattenfall, Ericsson und Degewo schalten heute ihr Glasfaserprojekt in Berlin-Neukölln frei. Die Partner wollen nicht nur in der Gropiusstadt noch weit schnellere und symmetrische Datenraten anbieten.

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Häuser in Gropiusstadt
Häuser in Gropiusstadt (Bild: Photocapy CC-Attribution-Share Alike 2.0 Generic license)

Seit dem 18. Juni 2012 sind die ersten Mieter in der Berliner Gropiusstadt mit Fiber-To-The-Home mit einer Datenübertragungsrate von 50 und 100 MBit/s ausgestattet. Das gab die Wohnungsgesellschaft Degewo bekannt. Die Siedlung Gropiusstadt, ein Ortsteil im Berliner Bezirk Neukölln, besteht in diesem Jahr 50 Jahre.

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Ein Degewo-Sprecher sagte Golem.de zu dem Projekt: "Da die meisten heutigen Diensteanbieter in ihren Netzen 50 MBit/s oder 100 MBit/s im Download und wesentlich geringere Datenraten von 10 MBit/s im Upload verwalten, werden zunächst diese beiden Geschwindigkeiten wahlweise den Degewo-Mietern in der Gropiusstadt angeboten. Die neu verlegte Infrastruktur erlaubt darüber hinaus aber auch wesentlich größere und vor allem auch symmetrische Datenraten, die für zukünftige Multimediadienste immer wichtiger werden. Es ist an den Service Providern, sich Marktvorteile zu verschaffen, indem sie diese Möglichkeiten nutzen und dafür neue Produkte entwickeln."

Das von der Degewo praktizierte Open-Access-Modell steht allen Telekommunikationsunternehmen offen. Ermöglicht wird der Netzausbau durch die branchenübergreifende Zusammenarbeit von vier Unternehmen: dem Netzwerkbetreiber QSC, Netcom, der Netzwerksparte des Energieversorgers Vattenfall Europe, dem schwedischen Netzwerkausrüster Ericsson und der Degewo. Die Vattenfall-Sparte Netcom ist der Initiator des Projekts, der das Glasfasernetzwerk aufbaut. Die Hardware kommt von Ericsson. Der Geschäftskundenanbieter QSC wird ermöglichen, dass verschiedene Serviceanbieter auf die Glasfaseranschlüsse zugreifen können. Als Partner wird mit den großen Telekomkonzernen verhandelt.

FTTH für ganz Berlin

Für Vattenfall und Netcom stünden die Potenziale des Glasfasernetzes für eine zukünftige Versorgung mit intelligenten Stromnetzen im Mittelpunkt des Interesses. Der Bau des Glasfasernetzes im Südosten Berlins erfolgt im Rahmen eines im September 2011 begonnenen Pilotprojekts. Die Projektpartner betreiben das zunächst auf vier Jahre angelegte Projekt gemeinsam. Die Kosten des Projekts belaufen sich auf rund vier Millionen Euro. "Das Breitbandnetz in Gropiusstadt ist der erste Schritt eines auch von der Senatsverwaltung für Wirtschaft angeregten Ausbaus des glasfaserbasierten Breitbandnetzes in Berlin", erklärte die Degewo.

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