FTTH/B: Zwei Bundesländer wollen "Glasfaser first"

Zwei Bundesländer wollen den Glasfaserausbau voranbringen. Doch der Digitalgipfel der Bundesregierung leistet sich neben einem Bekenntnis zur Glasfaser immer noch die Auffassung, dass auch Kupferdoppelader einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Anforderungen der Gigabit-Gesellschaft leistet.

Artikel veröffentlicht am ,
Digitalgipfel 2017
Digitalgipfel 2017 (Bild: Bundeswirtschaftsministerium)

Im Koalitionsvertrag von CDU und FDP für 2017-2022 für Nordrhein-Westfalen legt sich die neue Regierung eindeutig auf den Glasfaserausbau fest. "Bei allen öffentlichen Fördermaßnahmen und entsprechenden Ausschreibungen verfolgen wir einen 'Glasfaser first'-Ansatz", erklärte das Landeswirtschaftsministerium. Ein "Masterplan für das Gigabit-Ziel" sei damit festgelegt worden.

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Jürgen Grützner, Geschäftsführer des VATM (Verband der Anbieter von Telekommunitations- und Mehrwertdiensten), sagte am 19. Juni 2017: "Der NRW-Koalitionsvertrag setzt damit nun klare Prioritäten auf Glasfaseranschlüsse und zudem auf den neuen Fernsehkabelstandard Docsis 3.1. Parallel dazu muss Mobilfunk 5G und die Anbindung der Standorte mit Glasfaseranschlüssen vorangebracht werden."

Schleswig-Holstein von Glasfaser umschlungen

Schleswig-Holstein setzt laut Grützner im neuen Koalitionsvertrag von CDU, FDP und Grünen "seinen klaren Kurs" fort. Die neue Regierung habe das Ziel gesetzt, den flächendeckenden Glasfaserausbau vor dem Jahr 2025 weitgehend abzuschließen. Nur mit einem Wechsel bei der Netzinfrastruktur - weg vom Kupfer hin zur Glasfaser bis zum Gebäude - seien deutlich höhere Bandbreiten erreichbar.

Im Projektgruppenpapier "Glasfaserausbau und 5G" des Digitalgipfels der Bundesregierung, der vorige Woche stattfand, findet sich allerdings neben dem Bekenntnis zum Glasfaserausbau der Satz: "Dabei leisten die verschiedenen Zugangsnetz-Technologien auf unterschiedlichen Übertragungsmedien im Technologie-Mix (Kupferdoppelader, Koaxialkabel, Glasfaser, Mobilfunk) jeweils wichtige Beiträge zur Umsetzung der Anforderungen der Gigabit-Gesellschaft." Damit würden weiterhin "uralte Kupfernetze" erhalten, sagte Grützner.

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ElTentakel 21. Jun 2017

Dann ist ein DSL Modem auch nur ein Medienwandler, aber ohne Modulation gibts keine...

Ovaron 21. Jun 2017

Genau das ist der Vorteil am Ausbau mit FTTC. Die Faser liegt bereits bis in die Straße...

Faksimile 20. Jun 2017

Wie berechnest Du die Amortisation einer Bundesautobahn?

AllDayPiano 20. Jun 2017

Und so schließt sich die Baustoffkette :)



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