• IT-Karriere:
  • Services:

FTTH/B: Nur 8,5 Prozent der deutschen Haushalte haben Glasfaser

Besonders in Bundesländern ohne kommunale Netzbetreiber sieht die Glasfaserversorgung nach Angaben der Bundesregierung schlecht aus. Schleswig-Holstein steht wegen seiner klugen Förderpolitik am besten da.

Artikel veröffentlicht am ,
Einer der führenden FTTH-Ausbauer: Deutsche Glasfaser
Einer der führenden FTTH-Ausbauer: Deutsche Glasfaser (Bild: Deutsche Glasfaser)

Aktuell verfügen nur 8,5 Prozent der Haushalte über einen direkten Glasfaseranschluss (Fiber To The Building/Home - FTTB/H). Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion hervor, die dem Handelsblatt vorliegt. Spitzenreiter bei der Glasfaserabdeckung ist Schleswig-Holstein mit einer Breitbandverfügbarkeit von 21,3 Prozent der Haushalte, gefolgt von Bayern (11,3 Prozent), Nordrhein-Westfalen (8,6 Prozent), Sachsen (8 Prozent) und Hamburg (7,1 Prozent).

Stellenmarkt
  1. Hornbach-Baumarkt-AG, Bornheim bei Landau / Pfalz
  2. ZIEHL-ABEGG SE, Kupferzell

Überall wo kommunale Netzbetreiber den Glasfaserausbau voranbringen, ist die Situation besser. Schlusslichter sind Bremen (0,1 Prozent), Berlin (1 Prozent) und Thüringen (1,1 Prozent). Die klare Zielvorgabe in Richtung Glasfaser und starke regionale Akteure wie Stadtwerke, Breitbandnetzgesellschaften und kommunale Zweckverbände seien der Grund, warum Schleswig-Holstein bundesweit führend beim Festnetzausbau sei, erklärte Landeswirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) im Mai 2018.

"Die neuesten Zahlen zum Stand des Glasfaserausbaus in Deutschland machen mich fassungslos", sagte die stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Verkehr und digitale Infrastruktur, Daniela Kluckert (FDP), dem Handelsblatt. Dabei hätten Union und SPD im Koalitionsvertrag vereinbart, Glasfaseranschlüsse bis 2025 flächendeckend zur Verfügung zu stellen.

FTTH/B: Deutschland auf fünftletztem Platz in Europa

Die Angaben sind jedoch wenig überraschend: Etwa 3,4 Millionen Haushalte (+ 520.000) werden Ende 2018 an Fiber To The Building oder Fiber To The Home (FTTB/FTTH) angeschlossen sein. Das sind 18 Prozent mehr als im Vorjahr, wie die neue TK-Marktstudie ergab, die Dialog Consult und VATM (Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten) im Oktober 2018 vorstellten. Die Zahl der Haushalte, die diesen Anschluss auch buchen, legte im Vergleich zum Vorjahr um fast ein Viertel auf erstmals über eine Million zu.

Deutschland liegt bei FTTB/H-Anschlüssen, die auch genutzt werden, weiter auf dem fünftletzten Platz in Europa. Diese Angaben veröffentlichte die Branchenorganisation FTTH Council Europe im Februar 2018. Die Studie mit Stand vom September 2017 wurde von Idate erhoben. Vor Deutschland liegen im FTTB/H-Panorama 28 andere Staaten. Die ersten zehn in der Statistik sind Lettland, Schweden, Litauen, Russland, Weißrussland, Island, Rumänien, Spanien, Norwegen und Portugal. Das FTTB/H-Panorama wird jährlich von den französischen Analysten für das Council erstellt und trägt für die EU28 und EU39 aktuelle Ausbau- und Take-up-Zahlen zusammen.

Mit Blick auf die geringe Glasfaserabdeckung Berlins sagte Kluckert: "Gerade für die hier ansässige Startup-Branche sind das unhaltbare Zustände." Digitalisierung brauche eine leistungsfähige Netzinfrastruktur.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  2. täglich neue Deals bei Alternate.de

senf.dazu 04. Jul 2019

Glaube nicht das das so stimmt. Ausgebaut wird nicht wo Bedarf besteht, sondern vor...

spezi 18. Nov 2018

Die "Leitlinien der EU für die Anwendung der Vorschriften über staatliche Beihilfen im...

Kleba 16. Nov 2018

Naja, zu dem Zeitpunkt als ich die Leitung bekam (wie gesagt, dass ist so 6 - 7 Jahre...

Faksimile 15. Nov 2018

Und wo ist das genau?

sneaker 15. Nov 2018

Eigentlich sind ja Leerrohr-/Schacht-(o.ä.)-Systeme für Glasfasern bei Neubauten und...


Folgen Sie uns
       


Golem.de baut das Makerphone zusammen (Zeitraffer)

Das Makerphone ist ein Handy zum Zusammenbauen. Kinder wie auch Erwachsene können so die Funktionsweise eines Mobiltelefons nachvollziehen.

Golem.de baut das Makerphone zusammen (Zeitraffer) Video aufrufen
Kotlin, Docker, Kubernetes: Weitere Online-Workshops für ITler
Kotlin, Docker, Kubernetes
Weitere Online-Workshops für ITler

Wer sich praktisch weiterbilden will, sollte erneut einen Blick auf das Angebot der Golem Akademie werfen. Online-Workshops zu den Themen Kotlin und Docker sind hinzugekommen, Kubernetes und Python werden wiederholt.

  1. React, Data Science, Agilität Neue Workshops der Golem Akademie online
  2. In eigener Sache Golem Akademie hilft beim Einstieg in Kubernetes
  3. Golem Akademie Data Science mit Python für Entwickler und Analysten

Threefold: Die Idee vom dezentralen Peer-to-Peer-Internet
Threefold
Die Idee vom dezentralen Peer-to-Peer-Internet

Wie mit Blockchain, autonomem Ressourcenmanagement und verteilter Infrastruktur ein gerechteres Internet entstehen soll.
Von Boris Mayer

  1. Hamsterkäufe App soll per Blockchain Klopapiermangel vorbeugen

PC-Hardware: Das kann DDR5-Arbeitsspeicher
PC-Hardware
Das kann DDR5-Arbeitsspeicher

Vierfache Kapazität, doppelte Geschwindigkeit: Ein Überblick zum DDR5-Speicher für Server und Desktop-PCs.
Ein Bericht von Marc Sauter


      •  /