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FTTH-Ausbau: GVG Glasfaser bekommt weitere 135 Millionen Euro

In schwierigen Zeiten findet GVG Glasfaser nach Massenentlassungen neue Geldgeber. So sollen neue Gebiete angegangen werden.
/ Achim Sawall
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GVG Glasfaser und Partner beim Baustart in Rehden im Landkreis Diepholz (Niedersachsen) im Jahr 2020 (Bild: GVG Glasfaser)
GVG Glasfaser und Partner beim Baustart in Rehden im Landkreis Diepholz (Niedersachsen) im Jahr 2020 Bild: GVG Glasfaser

GVG Glasfaser hat sich weitere Investitionen für den Ausbau in Höhe von 135 Millionen Euro gesichert. Das hat der Kieler Netzbetreiber am 16. Februar 2026 bekannt gegeben.(öffnet im neuen Fenster) Geldgeber sind die Banken Hamburg Commercial Bank (HCOB), KfW, Raiffeisenlandesbank Oberösterreich sowie ein "institutioneller Investor" , der nicht genannt wurde.

Zugleich räumte GVG Glasfaser ein, dass dies "ungeachtet des aktuell herausfordernden Marktumfelds" ausgehandelt wurde. Der norddeutsche Netzbetreiber hatte Ende Januar 2024 mit betriebsbedingten Kündigungen den Abbau von rund einem Viertel der 450 Arbeitsplätze im Unternehmen vollzogen. Die Kosten für den Bau von Glasfasernetzen seien drastisch gestiegen und die Finanzierungsbedingungen hätten sich erheblich verschlechtert, hieß es zur Begründung. Die Vermarktung neuer Glasfaserprojekte wurde vorerst ausgesetzt.

GVG Glasfaser wurde im Jahr 2014 in Kiel gegründet und baut speziell in ländlichen Regionen mit den Marken Nordischnet und Teranet und den Tochtergesellschaften 2locate und 2provide aus. Geboten werden Internet, Telefonie sowie IP-TV. Die Datenübertragungsrate reicht bis zu 1 GBit/s symmetrisch.

GVG Glasfaser und bestehende Projekte

Laut eigenen Angaben hat GVG Glasfaser gegenüber dem Vorjahr die Zahl eigenwirtschaftlich erschlossener, aktiver Kunden (Homes Activated) um rund 70 Prozent steigern können. Laut dem GVG-Geschäftsführer Michael Hegemann "zeigte sich dies im bayerischen Schöngeising, den hessischen Kommunen Liederbach, Rockenberg und Münzenberg sowie in Kommunen in den niedersächsischen Landkreisen Osnabrück und Diepholz" .

Mit den neuen Investitionsmitteln werde die GVG Glasfaser im Jahr 2026 mit zusätzlichen Glasfaserausbauprojekten starten. Dennoch werde man weiterhin ein "besonderes Augenmerk" auf die zeitnahe und wirtschaftliche Fertigstellung bereits laufender Projekte legen. Zwei Projekte sind schon gestartet, weitere folgen in diesem Jahr.


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