FTTH-Ausbau: Deutsche Glasfaser entlässt 100 Beschäftigte

Wegen hoher Zinsen, gestiegener Kosten und knapper Baukapazitäten kürzt Deutsche Glasfaser die Arbeitsplätze im Vertrieb. Es soll Abfindungen geben.

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Stand von Deutsche Glasfaser auf der Messe Angacom
Stand von Deutsche Glasfaser auf der Messe Angacom (Bild: Deutsche Glasfaser)

Deutsche Glasfaser entlässt fünf Prozent seiner Beschäftigten. Unternehmenssprecher Dominik Beyer hat Golem.de einen entsprechenden Bericht der Tagesschau bestätigt. Das aktuelle Marktumfeld mit hohen Zinsen, gestiegenen Kosten und knappen Baukapazitäten stelle "derzeit die gesamte Branche vor Herausforderungen".

Der Netzbetreiber konzentriere sich daher auf den Anschluss der Kunden sowie auf interne Effizienzsteigerungen. "Im Zuge dieses Prozesses passen wir die Zahl der Beschäftigten von 2.000 bundesweit um 100 Mitarbeitende an, hauptsächlich im Vertrieb."

Den betroffenen Beschäftigten, die an unterschiedlichen Standorten beschäftigt seien, würden Angebote für die Aufhebung ihrer Verträge, inklusive Abfindungen, unterbreitet, sagte Beyer.

Im Saarland ist der FTTH-Markt langsam gesättigt

"Den Netzausbau in den Regionen und insbesondere die Beschleunigung der Kundenaktivierungen wird Deutsche Glasfaser weiter vorantreiben. Mit dieser klaren Zielrichtung werden wir 2024 so viele Anschlüsse wie möglich realisieren", erklärte der Sprecher.

In einem Bundesland hatte Deutsche Glasfaser den Stellenabbau mit dem fortgeschrittenen Ausbau des Glasfasernetzes begründet. So hätten beispielsweise im Saarland bereits 42 Kommunen einen entsprechenden Vertrag unterschrieben. In 22 Kommunen werde gerade gebaut. Es finde zwar noch Vermarktung und Vertrieb statt, aber nicht mehr in dem Umfang, wie es noch in den vergangenen zwei Jahren der Fall war, sagte ein Unternehmenssprecher der Tagesschau. Im Saarland hatte Deutsche Glasfaser im Oktober 2019 den Netzbetreiber Inexio für rund eine Milliarde Euro gekauft.

Im Mai 2020 wurde der Verkauf der Deutsche Glasfaser an die schwedische Investitionsgruppe EQT und den kanadischen Pensionsfonds Omers von den Wettbewerbsbehörden genehmigt.

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