FTTC: Vectoringausbau der Telekom doch noch nicht abgeschlossen
Obwohl die Deutsche Telekom ihren Vectoringausbau im Jahr 2020 offiziell abgeschlossen hat, laufen viele FTTC-Projekte (Fiber To The Curb) weiter. Telekom-Unternehmenssprecher Markus Jodl sagte Golem.de am 22. März 2021, dass FTTC-Verträge "natürlich fertig gebaut"würden. "Diese Verträge haben zum Teil eine Laufzeit von 48 Monaten. Außerdem wird in Bestandsgebieten weiterhin durch Kartentausch von VDSL auf Vectoring aufgerüstet."
Es gebe keinen Grund, "das Bestandsnetz aufgrund des FTTH-Ausbaus zu vernachlässigen ", betonte Jodl.
Bilanz der Telekom: Vectoring für knapp 60, FTTH für 2,2 Millionen Haushalte
Die Telekom erklärte(öffnet im neuen Fenster) in der vergangenen Woche, seit Beginn des Jahres für 377.000 Haushalte die Datenrate erhöht zu haben. Davon erhielten 88.000 Haushalte Glasfaser, 289.000 wurden mit Vectoring oder Super-Vectoring ausgestattet. Insgesamt können damit 34 Millionen Haushalte einen Vectoring-Tarif buchen. Super-Vectoring mit bis zu 250 MBit/s steht für 25,6 Millionen Haushalte zur Verfügung. FTTH (Fiber To The Home) wird 2,2 Millionen angeboten.
Anfang Dezember 2020 sagte Konzernchef Tim Höttges: "Wir haben die IP-Umstellung, den Vectoring- und Super-Vectoring-Ausbau abgeschlossen und machen so Mittel frei für Glasfaser." Zukünftig gehe es neben dem Verlegen von Glasfaser darum, FTTH-Anschlüsse in hoher Stückzahl zu produzieren. Es entstehe eine Fiber Factory, in der rund 13.000 Beschäftigte der Telekom-Technik eingesetzt werden, sagte der neue Telekom-Deutschland-Chef Srini Gopalan. Bis 2023 sollen zudem 3.000 Gewerbegebiete Anschluss ans Glasfasernetz erhalten.
- Anzeige Hier geht es zur AVM FRITZ! Box 7590 bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.