FTTC: Guter Monteur spleißt 100 Glasfaserverbindungen am Tag
Ein sehr erfahrener Fernkabelmonteur spleißt bis zu 100 Glasfaserverbindungen am Tag. Das berichtet die deutsche Telekom in ihrem Firmenblog(öffnet im neuen Fenster). Glasfaser wird stückweise verlegt und die Kabelenden müssen dann verbunden werden. Ein solches Tempo schaffen demnach nur erfahrene Glasfasermonteure.
Der Telekom-Monteur Michael Wirbser arbeitet seit über 30 Jahren mit Glasfasertechnik und hat weit über 300.000 Schweißungen gemacht, wie er erklärt. "Das Vorbereiten einer Muffe – also Aufbauen, Einlegen und Bevorraten – dauert rund einen Tag", erläutert Wirbser. Ein weiterer Tag sei für das Verbinden der feinen Fasern nötig. Hierbei erreiche er die 100 Glasfaser-Spleißungen am Tag.
Glasfaser-Erdkabel sind meist bis zu sechs Kilometer lang und führen vier Kabel mit jeweils zwölf Einzelfasern. Je zwei Erdkabel enden in einer Kunststoffkapsel, der Glasfasermuffe, die in einer Schachtanlage liegt oder direkt im Erdreich vergraben ist.
"Die Muffe durch die Lasche ziehen"
In den Muffen hängen mehrere klappbare Kassetten, die jeweils ein zusammengehöriges Faserpaar halten und schützen. So sollen die Glasfasern vor Beschädigungen geschützt werden.
Ein Faserkern ist fünf Mikrometer dünn und liegt in einem Coating, das von einem Cladding und einem 250-Mikrometer-Jacket umgeben ist. Mit seinem Absetzwerkzeug entfernt der Monteur die Schutzschichten, säubert die Faser, trennt mit einem Diamantschneider ein Stück ab und legt es in die Fusionsspleißstation ein. Ein Lichtbogen verschweißt die Enden transparent.
Je Glasfaser würden 400 Haushalte mit bis zu 100 MBit/s versorgt, erklärt die Telekom. Es geht also nur um FTTC (Fiber-To-The-Curb) und Vectoring.
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