FTTB/H: Kaum Zunahme bei Glasfaseranschlüssen in Deutschland
Rund 884.000 Haushalte werden in Deutschland Ende 2013 an Glasfasernetze mindestens bis zum Gebäudekeller angeschlossen. Das bedeutet eine Zunahme bei Fiber To The Home (FTTH) und FTTB (Fiber To The Building) um 84.000. Das sind Ergebnisse der TK-Marktstudie des Branchenverbands VATM, die Dialog Consult am 16. Oktober 2013 vorgestellt hat(öffnet im neuen Fenster). "Das bedeutet insgesamt ein marginales Wachstum. Das Gesamtdatenvolumen des Internetverkehrs im Festnetz nimmt um etwa 18,2 Prozent auf 5,2 Milliarden GByte zu. Das aus Mobilfunknetzen pro Nutzer abgehende Datenübertragungsvolumen steigt um 15 Prozent auf 261 MByte", heißt es in der Studie.
Damit sind weniger als drei Prozent aller Haushalte in Deutschland Ende 2013 an FTTB/H-Produktanschlüsse angebunden. Etwa 44 Prozent der anschließbaren Kunden fragen tatsächlich einen FTTB/H-Zugang nach. Bei 62,5 Prozent der gebuchten Breitbandanschlüsse liegt Ende 2013 die Übertragungsgeschwindigkeit aus dem Netz bei maximal bis 6 MBit/s. 3,2 Millionen Kunden (13,8 Prozent) nutzen Anschlüsse mit mehr als 16 MBit/s. Der Anteil sehr schneller Anschlüsse mit mehr als 50 MBit/s beträgt 1,3 Prozent.
Deutsche-Telekom-Deutschlandchef Niek Jan van Damme kündigte am 3. September 2013 an: "Wir werden 10.000 Kilometer Glasfaser verlegen. Wir werden damit Vectoring anbieten können." Weitere 17.600 Multifunktionsgehäuse werden aufgebaut. "Der FTTH-Ausbau geht weiter, wie angekündigt, aber langsamer. Der Ausbau ist schwieriger, weil er kostenintensiv ist." Obermann ergänzte: "FTTH wird nicht langsamer ausgebaut, aber der Schwerpunkt liegt auf Vectoring."
Die Zahl der Festnetz-Breitbandanschlüsse nimmt in diesem Jahr um rund 0,6 Millionen auf 28,6 Millionen zu. Die Zahl der Beschäftigten bei den mit der Telekom konkurrierenden Anbietern steigt in diesem Jahr leicht um 200 auf 54.300 an, so die VATM-Studie. Die Telekom habe 2.800 Beschäftigte abgebaut.
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