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FTC: US-Behörde stellt sich gegen Nvidias ARM-Übernahme

Die Wettbewerbshüter sind zur Stelle: Auch die FTC hegt Bedenken bezüglich des ARM/Nvidia-Deals, weswegen eine Klage eingereicht wurde.
/ Marc Sauter
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Die FTC klagt gegen die ARM-Übernahme durch Nvidia. (Bild: Nvidia)
Die FTC klagt gegen die ARM-Übernahme durch Nvidia. Bild: Nvidia

Ausgerechnet die Wettbewerbs- und Verbraucherschutzbehörde der USA klagt gegen die Übernahme von ARM durch Nvidia(öffnet im neuen Fenster): Der Federal Trade Commission (FTC) zufolge ermöglicht das Geschäft es dem daraus entstehenden Unternehmen, die Konkurrenz zu unterdrücken und künftige Technologie zu schwächen.

Mit vier zu null Stimmen entschied die US-Behörde, die Übernahme zu stoppen. Erst am 9. August 2022 soll bei einer Anhörung über das weitere Vorgehen beraten werden – zu diesem Zeitpunkt wollte Nvidia den Kauf von ARM, das bisher der japanischen Softbank gehört, eigentlich abgeschlossen haben.

Vor der Klage hatte die US-Kommission eng mit anderen Behörden zusammengearbeitet. Japan und Südkorea äußerten bisher offiziell keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken, sehr wohl aber die Europäische Union und Großbritannien. In der EU und in UK laufen seit geraumer Zeit Untersuchungen zu dem Deal, die Gründe sind durch die Bank dieselben wie bei der FTC.

Weitreichende schädigende Effekte möglich

Laut der Direktorin der Wettbewerbsabteilung der FTC, Holly Vedova, soll die Klage verhindern, dass "die kombinierte Firma auf unfaire Art und Weise die Aktivitäten von Nvidias Rivalen unterminiert" und daher ein "starkes Signal" ausgesendet werden muss. Ziel sei es, kritische Infrastrukturmärkte aggressiv vor illegalen Zusammenschlüssen zu schützen, da diese weitreichende schädigende Effekte auf künftige Innovationen haben könnten.

Nvidia erläutert ARM-Übernahme
Nvidia erläutert ARM-Übernahme (23:14)

Nvidia hatte im September 2020 mit Softbank, dem bisherigen Besitzer von ARM, ein definitives Abkommen geschlossen. Dieses sieht eine Übernahme für 40 Milliarden US-Dollar vor, wobei geplant war, das Geschäft innerhalb von 18 Monaten unter Dach und Fach zu bringen – was mittlerweile unrealistisch erscheint. Sollte die Übernahme doch stattfinden, sind regulierende Einschränkungen zu erwarten.


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