FTC: Suchmaschinen sollen bezahlte Links besser kennzeichnen
Betreiber von Suchmaschinen sollen bezahlte Links und normale Suchergebnisse besser unterscheidbar machen. Das fordert die US-Verbraucherschutzbehörde FTC in einem Schreiben(öffnet im neuen Fenster) an Universalsuchdienste wie Google, Yahoo, Bing, AOL, Ask.com, Blekko, DuckDuckGo und weitere 17 der am meisten besuchten Spezialsuchmaschinen. In dem Brief heißt es, dass in den vergangenen Jahren bezahlte Links immer weniger als Werbung erkennbar geworden seien. Die FTC wolle damit auch ihre Richtlinien für die Suchmaschinenwerbung(öffnet im neuen Fenster) von 2002 aktualisieren.
Nach Angaben der FTC hat eine Untersuchung des Suchmaschinenoptimierers SEOBook(öffnet im neuen Fenster) ergeben, dass die Hälfte der Nutzer die Topanzeigen nicht von normalen Suchergebnissen unterscheiden konnte und die unterlegte Hintergrundfarbe als Weiß bezeichnete. Nach Ansicht der Verbraucherschützer ist seit einigen Jahren die Hintergrundfarbe bezahlter Links immer schlechter zu erkennen. Auf vielen Monitoren oder mobilen Endgeräten sei sie nicht mehr wahrzunehmen. Um dies zu vermeiden, sollten die Links in Zukunft deutlicher unterlegt, eingerahmt oder sogar unterlegt und umrahmt werden.
Auch die Texthinweise seien immer schwerer zu erkennen, monierte die FTC. So hätten die Suchmaschinen die Schriftgröße der Hinweise reduziert und diese häufig in die rechte obere Ecke des Werbeblocks platziert. Dies sei für die Nutzer oft schwer zu erkennen, vor allem, wenn der Hinweis für mehr als einen bezahlten Link gelten solle. Die FTC empfiehlt daher, die Texthinweise über jeden bezahlten Link zu setzen oder ihn in der linken oberen Ecke eines Werbeblocks zu platzieren. Mit Blick auf neue Formen der Internetsuche forderte die FTC, dass die bisherigen Standards auch für soziale Netzwerke oder mobile Anwendungen gelten.
Hintergrund des Schreibens waren nach Angaben der New York Times(öffnet im neuen Fenster) Beschwerden über die Darstellungspraktiken des Marktführers Google. Auch wenn die FTC kein Unternehmen direkt kritisierte, teilte Google am Dienstag in einer E-Mail mit, dass die "deutliche Kennzeichnung" bezahlter Suchresultate wichtig sei und Google sich immer bemüht habe, im Laufe der Produktentwicklung dies zu erreichen.
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