FTC: Markthüter kritisieren Facebook für Blockade von Werbestudie

Forscher haben das Werbesystem auf Facebook untersucht. Nachdem das unterbunden wurde, gibt es nun auch offizielle Kritik der Behörden.

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Facebook hat Forschern die Zugänge gesperrt.
Facebook hat Forschern die Zugänge gesperrt. (Bild: Dado Ruvic/File Photo/Reuters)

Die US-Wettbewerbsbehörde Federal Trade Commission (FTC) hat Facebook dafür kritisiert, "irreführende Behauptungen" für die Begründung genannt zu haben, warum das Unternehmen eine wissenschaftliche Untersuchung an seinem Werbesystem unterbunden hat. Das berichtet etwa die Nachrichtenagentur Reuters. Am 3. August hatte das Unternehmen die von den Forschern genutzten Zugänge gesperrt.

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Forscher der New York University hatten mit dem sogenannten Ad Observer ein Browser-Plugin erstellt, das es ihren Angaben zufolge "Facebook-Nutzern ermöglicht, freiwillig begrenzte und anonyme Informationen über die ihnen von der Plattform angezeigten politischen Anzeigen mit den Forschern zu teilen". Das ermöglichte es, diese Werbung zu untersuchen.

Nach monatelangen Verhandlungen mit dem Social-Media-Unterehmen, das dabei auch juristische Schritte angedroht und umgesetzt hat, sperrte Facebook zu Beginn der Woche die Zugänge des beteiligten Teams. Damit gibt es auch keinen Zugriff mehr auf die Informationen zu der Werbung. Auf diese Sperrung durch Facebook hat etwa auch der Browser-Hersteller Mozilla hingewiesen, der darin "ein beunruhigendes Muster" sieht.

Kritik der FTC am Verhalten Facebooks

In der offiziellen Begründung für die Sperrung bezieht sich Facebook auf den Schutz der Privatsphäre von Nutzern. In einer früheren Begründung hatte sich das Unternehmen noch direkt auf Regeln der FTC bezogen, revidierte dies jedoch kurze Zeit später.

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Vom Leiter der Verbraucherschutzabteilung der FTC, Sam Levine, heißt es nun dazu in einem an Facebook-Chef Mark Zuckerberg gerichteten offenen Brief: "Obwohl ich es zu schätzen weiß, dass Facebook den Sachverhalt jetzt korrigiert hat, bin ich enttäuscht darüber, wie sich Ihr Unternehmen in dieser Angelegenheit verhalten hat."

Weiter schreibt Levine: "Obwohl es nicht unsere Aufgabe ist, individuelle Streitigkeiten zwischen Facebook und Dritten zu lösen, hoffen wir, dass sich das Unternehmen nicht auf die Privatsphäre - geschweige denn auf die FTC-Einwilligungsanordnung - als Vorwand beruft, um andere Ziele zu verfolgen."

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Die erwähnte Anordnung ist eine der Auflagen für Facebook, die die FTC im Rahmen einer Einigung mit dem Unternehmen aufgestellt hat. Diese Einigung umfasste auch die Zahlung von 5 Milliarden US-Dollar. Facebook wird damit auferlegt, die Privatsphäre seiner Nutzer besser zu schützen. Dass die Regelung nicht dazu gedacht ist, Forschung zu behindern, hat die FTC nun noch einmal deutlich gemacht.

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