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Auf dem Open Source Summit diskutiert die Community nicht nur technische Probleme.
Auf dem Open Source Summit diskutiert die Community nicht nur technische Probleme. (Bild: Linux Foundation/CC-BY 2.0)

FSFE: "War das Scheitern von Limux unsere Schuld?"

Auf dem Open Source Summit diskutiert die Community nicht nur technische Probleme.
Auf dem Open Source Summit diskutiert die Community nicht nur technische Probleme. (Bild: Linux Foundation/CC-BY 2.0)

Überraschend selbstkritisch fragt der Präsident der Free Software Foundation Europe, Matthias Kirschner, ob und wodurch die Community zum Scheitern von Limux beigetragen hat. Als Konsequenz ändert die FSFE ihre Kampagnentaktik.

Anfang dieses Jahres begann der Münchner Stadtrat mit der Rückabwicklung von Limux, einem Vorzeigeprojekt für die Verwendung freier Software in der öffentlichen Verwaltung. Die Geschichte des Projekts war durchgehend tragisch und auch das von der Politik durchgesetzte Ende ist nicht gerade rühmlich. Dennoch fragt der Präsident der Free Software Foundation Europe (FSFE), Matthias Kirschner, auf dem Open Source Summit in Prag, was "wir", also die Community, zu diesem Scheitern beigetragen hätten.

Kirschner wirft dabei zur Analyse gezielte Fragen auf, die nicht direkt beantwortet werden sollen, sondern vielmehr auf einige altbekannte Probleme verweisen und zu weitergehender Diskussion sowie zur Selbstreflexion der Community anregen sollen.

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In diese Reihe gehört etwa, ob der Linux-Desktop zu schlecht sei, ob die Abhängigkeiten der öffentlichen Verwaltung an alte Anwendungen unterschätzt worden seien, ob sich die Community zu sehr auf die Betriebssystemebene fokussiert habe und dabei die für die Verwaltung wichtigen Fachanwendungen vergessen worden seien. Kirschner fragt dazu auch: "Können wir uns hier verbessern?"

Kampagnenfokus falsch?

In seinem Vortrag geht Kirschner auch auf bisher typische Kampagnen und Taktiken der Free-Software-Community ein, die sich rückblickend möglicherweise als Fehler herausstellen. So habe sich die Community als Argument für freie Software vielleicht zu sehr auf die geringeren Kosten im Vergleich zu proprietärer Software konzentriert und diesen Fakt sogar noch durch viel freiwilligen Einsatz verstärkt.

Dass auch für freie Software und die Migration dahin zunächst Geld investiert werden muss und auch die Pflege langfristig Kosten verursacht, sei dadurch vielleicht zu wenig beachtet worden. Das wiederum habe Auswirkungen auf die öffentliche Wahrnehmung freier Software. Scheitert ein Projekt freier Software in der Verwaltung aus Geldmangel, bleibt in der öffentlichen Wahrnehmung leider oft ein Makel zu der Qualität freier Software hängen.

Public Money, Public Code

Unter anderem als Reaktion auf diese Überlegungen gestaltet die FSFE ihre derzeitige Öffentlichkeitsarbeit um. Mit der Kampagne Public Money Public Code weitet die FSFE einerseits ihre Zusammenarbeit mit sehr vielen weiteren Organisationen in Europa für die Arbeit an einem gemeinsamen Ziel aus.

Andererseits wird der Fokus von großen Leuchtturmprojekten wie eben Limux auf viele kleine, voneinander unabhängige Projekte gelegt. Hier können sich Freiwillige der Community dann zum Beispiel um die Portierung oder Neuimplementierung einzelner Anwendungen zur Unterstützung der Verwaltung kümmern. Die zu lösenden Probleme sind damit in sich abgeschlossen und wesentlich kleiner als das Erstellen eines kompletten Betriebssystems wie Limux.


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Potrimpo 26. Okt 2017

Das behaupte ich ja auch nicht. Der TE hat behauptet: "IMHO sind die Nutzer das Problem...

matzems 25. Okt 2017

Sehe ich ganz einfach, zum Linux migrieren braucht es nur nur 2 Dinge: 1. Einen guten...

photoliner 25. Okt 2017

Du sagst es, _wenn_ sie gut geschrieben wurden... Das, was mich bisher auf Amtsstuben...

azeu 25. Okt 2017

Der Trollversteher versteht einen Troll-Post nicht?

Handle 25. Okt 2017

Vor allem gibt es unter Linux so keine Drive-By-Downloads durch fiese Installer.



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