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FSFE, iFixit, Fairphone: Mehr Nachhaltigkeit durch Software-Zugang gefordert

Die Nutzung elektronischer Geräte wird nur durch fehlende Softwareupdates verkürzt – die FSFE , iFixit , Fairphone und weitere wollen das ändern.
/ Tobias Költzsch
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Die FSFE hat zusammen mit ihren Mitstreitern vier Forderungen gestellt. (Bild: FSFE)
Die FSFE hat zusammen mit ihren Mitstreitern vier Forderungen gestellt. Bild: FSFE

Die Free Software Foundation Europe (FSFE) hat zusammen mit 37 weiteren Unternehmen und Organisationen einen offenen Brief an die Gesetzgeber der Europäischen Union veröffentlicht(öffnet im neuen Fenster) . In diesem(öffnet im neuen Fenster) fordern sie, dass elektronische Geräte durch die Nutzung freier Software nachhaltiger, also länger nutzbar gemacht werden sollen.

Zu den Unterzeichnern des Briefes zählen unter anderem zahlreiche Organisationen aus Europa, die auf das Recht der Selbstreparatur pochen, Softwarehersteller sowie Umweltschutzverbände. Zudem haben sich einige Hersteller beteiligt, wie etwa iFixit und Fairphone. Fairphone stellt das modulare und nachhaltig produzierte Smartphone Fairphone her, iFixit vertreibt Anleitungen und Werkzeuge für Reparaturen elektronischer Geräte.

Die Unterzeichner des Briefes bemängeln, dass der weiteren Nutzung von elektronischen Geräten oftmals keine Probleme mit der Hardware im Weg stehen, sondern lediglich willentlich implementierte Softwarehindernisse. Bei Smartphones sei das etwa ein gesperrter Bootloader, bei vielen anderen Geräten auch Schnittstellen mit proprietärer Software. Dadurch werde die nachhaltige Nutzung verhindert.

Passende Software sollte selbst gewählt werden können

Die FSFE und die anderen Unterzeichner fordern, dass alle Nutzer das Recht haben, jedwede Software auf ihren Geräten installieren zu können. Dabei soll es keine rechtlichen, technischen oder andere Hindernisse geben. Außerdem sollen Nutzer den mit dem Gerät verwendeten Onlineservice selbst aussuchen können.

Die Nutzung eines bestimmten Gerätes sollte zudem nicht vorschreiben, welche weitere Hardware gekauft werden muss. Stattdessen sollte es eine Interoperabilität zwischen Geräten verschiedener Hersteller geben. Die letzte Forderung ist die nach Veröffentlichung des Quellcodes von Treibern und weiterer Software.

Im Kern sind die Forderungen der FSFE zwar nicht neu; dass sich nun aber neben weiteren Verbänden auch Unternehmen mit Gewicht wie etwa iFixit beteiligt haben, könnte dem Vorhaben neuen Schwung geben.


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