Abo
  • IT-Karriere:

FSF-Zertifizierung: Librem 5 nutzt gesonderten CPU-Kern für Firmware

Damit das freie Linux-Smartphone Librem 5 von Purism eine Zertifizierung der Free Software Foundation erhält, lagert das Team bestimmte binäre Firmware auf einen separaten CPU-Kern aus.

Artikel veröffentlicht am ,
Design-Studie des Gehäuses des Librem 5
Design-Studie des Gehäuses des Librem 5 (Bild: Purism)

Der Hersteller Purism, der für seine freien Librem-Laptops bekannt ist, arbeitet seit vergangenem Sommer an dem ebenfalls möglichst freien Smartphone Librem 5. Wie das Team nun in seinem Blog schreibt, mussten die Beteiligten ein sehr spezielles Problem mit einem Teil binärer Firmware lösen, um die angestrebte Zertifizierung "Respects Your Freedom" (RYF) der Free Software Foundation zu erhalten.

Stellenmarkt
  1. IServ GmbH, Nordrhein-Westfalen
  2. Diehl Metering GmbH, Nürnberg

Das Team plant, für das Librem 5 das i.MX8-SoC als Basis der Hardware zu verwenden, weil es dafür sehr gute Unterstützung durch freie Software gibt. Zur Verwendung sind dem Blogeintrag zufolge dennoch weiterhin binäre Firmware-Bestandteile notwendig, die für das Training des DDR PHY benötigt werden. Die Nutzung binärer Firmware ist gemäß den RYF-Kriterien aber normalerweise verboten.

Das Purism-Team kann aber aus mehreren Gründen nicht auf die binäre Firmware verzichten. So ist das Training durch die Firmware für die Verwendung zwingend notwendig, der Code kann aber nicht ohne einen massiven Aufwand durch eigens geschriebene freie Firmware ersetzt werden. Darüber hinaus muss auch die Schnittstelle selbst verwendet werden, da diese die Verbindung zwischen internen Bussystemen und dem DDR4-Chip außerhalb des SoC bereitsteht. Die Schnittstelle kann auch nicht ohne weiteres ersetzt werden, da sie Teil des SoCs selbst ist.

Zweite CPU als Ausweg

Gemeinsam mit der FSF hat das Team nun deshalb den Plan erarbeitet, dass das Laden der proprietären Firmware mit Hilfe von neu geschriebenem Code geschieht, der auf dem M4-Kern des SoC läuft. Dieser M4-Kern bildet einen eigenen sogenannten Core Complex auf dem i.MX8 und ist damit mehr oder weniger unabhängig von den ARM Cortex-A53, auf denen das Betriebssystem läuft.

Somit sind die A53-Kerne frei von binärer Software und die der M4-Kern agiert als "sekundärer" Prozessor für die proprietäre Firmware. Die Verwendung eines solchen "sekundären" Prozessors ist eine der wenigen Ausnahmen, die die RYF-Zertifizierung erlaubt.

Künftig will das Team dem Gerät noch einen SPI-Flash-Chip hinzufügen, der zum Speichern der binären Firmware gedacht ist. Der Chip soll lediglich Lesezugriffe aus dem System heraus ermöglichen. Außerdem soll die Firmware so nicht verändert werden können, ohne dass die Nutzer der Geräte davon erfahren.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 0,49€
  2. 3,99€ statt 19,99€
  3. 38,99€
  4. 2,49€

Lorphos 21. Jun 2018

Genau. Ich denke es wird der hier: https://www.nxp.com/products/processors-and...

croal 20. Jun 2018

Mit read only ist wahrscheinlich gemeint das die Firmware keine Schreibrechte im...

mimimi123 20. Jun 2018

Unter Training stelle ich mir vermutlich etwas ganz anderes vor als das um was es geht...

Ford Prefect 20. Jun 2018

Statt Kontextwechsel hast du dann Kommunikation zwischen zwei Prozessoren, das ist auf...


Folgen Sie uns
       


IT-Headhunter: ReactJS- und PHP-Experten verzweifelt gesucht
IT-Headhunter
ReactJS- und PHP-Experten verzweifelt gesucht

Marco Nadol vermittelt für Hays selbstständige Informatiker, Programmierer und Ingenieure in Unternehmen. Aus langjähriger Erfahrung als IT-Headhunter weiß er mittlerweile sehr gut, was ihre Chancen auf dem Markt erhöht und was sie verschlechtert.
Von Maja Hoock

  1. Jobporträt Wenn die Software für den Anwalt kurzen Prozess macht
  2. Struktrurwandel IT soll jetzt die Kohle nach Cottbus bringen
  3. IT-Jobporträt Spieleprogrammierer "Ich habe mehr Code gelöscht als geschrieben"

Oneplus 7 Pro im Hands on: Neue Konkurrenz für die Smartphone-Oberklasse
Oneplus 7 Pro im Hands on
Neue Konkurrenz für die Smartphone-Oberklasse

Parallel zum Oneplus 7 hat das chinesische Unternehmen Oneplus auch das besser ausgestattete Oneplus 7 Pro vorgestellt. Das Smartphone ist mit seiner Kamera mit drei Objektiven für alle Fotosituationen gewappnet und hat eine ausfahrbare Frontkamera - das hat aber seinen Preis.
Ein Hands on von Ingo Pakalski

  1. Oneplus 7 Der Nachfolger des Oneplus 6t kostet 560 Euro
  2. Android 9 Oneplus startet Pie-Beta für Oneplus 3 und 3T
  3. MWC 2019 Oneplus will Prototyp eines 5G-Smartphones zeigen

Zulassung autonomer Autos: Der Mensch fährt besser als gedacht
Zulassung autonomer Autos
Der Mensch fährt besser als gedacht

Mehrere Jahre haben Wissenschaftler und Autokonzerne an Testverfahren für einen Autobahnpiloten geforscht. Die Ergebnisse sprechen für den umfangreichen Einsatz von Simulation. Und gegen den schnellen Einsatz der Technik.
Von Friedhelm Greis

  1. Einride T-Pod Autonomer Lkw fährt in Schweden Waren aus
  2. Ingolstadt Audi vernetzt Autos mit Ampeln
  3. Wasserkühlung erforderlich Leistungshunger von Auto-Rechnern soll stark steigen

    •  /